Druckgrafik: Porträt Gabriel Riesser (1806-1863)Bild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2001/5/0
Sammlungsbereich:
Kunst
Gattung:
Druckgrafik

Moritz Daniel Oppenheim (7.1.1800 - 26.2.1882)

Porträt Gabriel Riesser (1806-1863)

Lithografie

Frankfurt am Main: Eduard Gustav May 1848

Höhe:
28 cm
Breite:
20.5 cm

Blattmaß

Signatur:
l. Rand (hs. im Stein): MOppenheim; u.r. (schräg gedruckt): gedrv Ed Gust May in Frankfurt a M
Inschrift:
u.M. (gedruckter hs. Schriftzug): G. Riesser.; u.M. unter Abb. (gedruckt): "Verlag u. Eigenthum der S Schmerber'schen Buchhandlung / [Nachfolger H Keller] in Frankfurt a M"

Gabriel Riesser widmete sein Leben dem Kampf um Emanzipation, um Gleichberechtigung der Juden. Er hatte sein juristisches Studium glänzend abgeschlossen, doch eine Hochschulkarriere in Baden blieb ihm verwehrt, ebenso wie eine Zulassung zum Anwalt in seiner Heimatstadt Hamburg - zunächst, denn Riesser kämpfte für sein Recht.
In vielen Schriften stritt er für die Emanzipation und gegen antijüdische Angriffe. 1840 wurden er und ein Kollege schließlich doch die ersten jüdischen Notare in Hamburg. Zu höchsten Ehren gelangte er 20 Jahre später: Man ernannte ihn - wiederum als ersten Juden - zum Richter.
Während der Revolution von 1848 war er Vizepräsident der deutschen Nationalversammlung.

Literatur- und Abbildungsnachweis:
Grunwald, Max: Gabriel Riesser in Bild und Karikatur, in: Ost und West. Illustrierte Monatsschrift für das gesamte Judentum Nr. 1 (Januar 1913), Berlin: Calvary 1913, Sp. 47-48.
Dargestellt/erwähnt:
Gabriel Riesser (1806 - 22.4.1863)
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Jude (Darstellungstradition); Porträt; Mann; Kleidung; Frankfurt am Main
Schlagwort Kontext:
Dauerausstellung JMB: 8.1 Emanzipationsprozess; Rechtsanwalt; Politiker; Judenemanzipation
Schlagwort Objektart:
Lithografie

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