Urkunde: Anordnung über den Umgang mit ScheintotenBild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
1999/154/0
Sammlungsbereich:
Archiv
Gattung:
Urkunde

Wilhelm Landgraf zu Hessen

Anordnung über den Umgang mit Scheintoten

Papier

Ziegenhayn 15.9.1787

Höhe:
36.5 cm
Breite:
21.6 cm

Papier, 14 Seiten, in der Mitte gefaltet und geheftet

14 Seiten, in der Mitte gefaltet und geheftet.
Beginn des Textes:
"Von Gottes Gnaden Wir Wilhelm der Neunte, Landgraf zu Hessen, Fürst zu Hersfeld, Graf zu Catzenelnbogen, dietz, Ziegenhayn, Nidda, Schaumburg und Hanau, etc. etc.
Fügen hiermit zu wissen: Nachdem verschiedene traurige Beyspiele vorhanden, da in einer tiefen Betäubung gelegene, und dem Schein nach todte Cörper durch das allzufrühzeitige Begraben, und ehe man sich von den erforderlichen Kennzeichen eines wirklichen Todes hinlänglich versichert, lebendig verscharret worden; Als haben wir zu Vermeydung eines solchen, als des härtesten aller Schicksale, aus Landesväterlicher Vorsorge für Unsere getreue Unterthanen , Uns gnädigst bewogen gefunden, eine Verordnung zu erlassen, wie es mit Besichtigung der todten Cörper, und zu Erforschung, ob dieselbe würklich todt, oder noch einige Kennzeichen des Lebens an ihnen zu verspühren, sowohl in Unseren Städten, als auf dem Lande, und überall, die Juden in Unseren Staaten durchgängig mit inbegriffen, gehalten werden soll."

Dargestellt/erwähnt:
Wilhelm Landgraf zu Hessen
Schlagwort Inhalt/Geographie:
menschlicher Körper; Schaumburg; Verhaltensregel; Ziegenhain (unklar); Tod; Nidda; Hessen; Hanau
Schlagwort Kontext:
Haskala; Bestattung
Schlagwort Objektart:
Anordnung (Recht)

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