Textil (weltlicher Gebrauch): Stoffbahn mit aufgedruckten "Judensternen"Bild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2000/424/0
Sammlungsbereich:
Alltagskultur
Gattung:
Textil (weltlicher Gebrauch)

Stoffbahn mit aufgedruckten "Judensternen"

Viskose, bedruckt

Deutschland 1941 bis 1945

Höhe:
75 cm
Breite:
121 cm

Höhe = Webbreite Breite = Länge insgesamt Länge Oberkante: 74,50 cm Länge Unterkante: 94,00 cm

Stoffbahn mit aufgedruckten "Judensternen";
auf gelbgefärbter Viskose sind insgesamt 77 sogenannte Judensterne, ein Davidstern mit der Inschrift "Jude", zum Ausschneiden aufgedruckt.
Ab September 1941 war das sichtbare Tragen des Sterns für die im Deutschen Reich lebenden Juden verpflichtend.
Der Stifter, Hans-Oskar Baron Löwenstein de Witt, der vom 26. März bis 21. April 1945 im Gestapo-Gefängnistrakt des Jüdischen Krankenhauses in der Berliner Schulstraße inhaftiert war, zu diesem Objekt:
"Diese Stoffbahn mit 77 aufgedruckten Judensternen fand ich bei meiner Befreiung aus dem Sammellager Schulstraße im April 1945. Da ich zu den wenigen jüdischen Überlebenden in Berlin gehöre, sehe ich es als historische Verpflichtung an, dieses seltene Zeugnis aus den nationalsozialistischen Verfolgungsjahren dem Jüdischen Museum Berlin zu übergeben."

Literatur- und Abbildungsnachweis:
Zum historischen Kontext s. "Bitter Bonnets and Badges", in: Eric Silverman: A Cultural History of Jewish Dress , London, New York, 2013, S. 47-67 ZEIT Geschichte. Epochen. Menschen. Ideen. Heft Nr. 1, Jg. 2017: Der Weg in den Holocaust. Die Wannsee-Konferenz und die "Endlösung der Judenfrage", S. 3
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Berlin
Schlagwort Kontext:
Dauerausstellung JMB: 12.4 Nationalsozialismus - Verfolgung und Widerstand; Ausgrenzung
Schlagwort Objektart:
Judenstern

Schreiben Sie uns: