dreidim. Gegenstand des weltlichen Gebrauchs: Praxisschild des Zahnarztes Dr. Max Magner (1898-1973)Bild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
VAR 96/2/0
Sammlungsbereich:
Alltagskultur
Gattung:
dreidim. Gegenstand des weltlichen Gebrauchs

Praxisschild des Zahnarztes Dr. Max Magner (1898-1973)

Blech, emailliert

Berlin 1939

Höhe:
24.5 cm
Breite:
30 cm
Tiefe:
3 cm

flachliegend gemessen

Inschrift:
"Dr. med. dent. Max Israel Magner Sprechzeit: 10-1 4-6 [...]lassen zur Behandlung jüdischer Zahnkranker"

Emailleschild mit hellblauem Hintergrund;
Text in schwarzer Schrift laut Inschrift;
linke obere Ecke: hellblauer "Judenstern" auf gelbem kreisrunden Grund.
Dr. Max Magner praktizierte am Kottbusser Damm 95. Die NS-Zeit überlebte er in Berlin mit Hilfe seiner nicht-jüdischen Frau, nach dem Krieg praktizierte er wieder am Kottbusser Damm in seiner Praxis.
Am 25. 7.1938 verloren alle jüdischen Ärzte mit Wirkung zum 30.09.1938 ihre Approbation und damit die Möglichkeit, weiter als zugelassene Ärzte zu arbeiten. Einigen wenigen wurde lediglich die Versorgung jüdischer Patienten als "Krankenbehandler" gestattet, die Praxisschilder mussten gesondert gekennzeichnet werden. Der Zwangsname "Israel" wurde ab 1939 eingeführt.

Dargestellt/erwähnt:
Max Magner (gest. 1973)
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Berlin-Neukölln (Ortsteil); Magen David; Krankenbehandler; Judenkennzeichnung
Schlagwort Kontext:
Einstieg Objektsuche: Neue Dauerausstellung; Zahnarzt; Reichsbürgergesetz (1935); Berufsleben; Ausgrenzung
Schlagwort Objektart:
Schild (Informationsträger)

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