Manuskript, Typoskript: Abschrift einer Mitteilung über Zwangsabbuchung vom Konto Paul Schipperts (1890-1980)Bild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
DOK 81/100/29
Sammlungsbereich:
Archiv
Gattung:
Manuskript, Typoskript

Commerzbank Stendal

Abschrift einer Mitteilung über Zwangsabbuchung vom Konto Paul Schipperts (1890-1980)

Papier, Maschinenschrift, Rückseite Bleistift

Herzfelde 10.8.1945

Höhe:
21 cm
Breite:
15 cm
Signatur:
Gummistempel: Commerzbank Filiale Stendal
Inschrift:

Abschrift, maschinenschriftlich, gestempelt: Commerzbank Filiale Stendal, handschriftliche Bleistiftnotizen auf der Rückseite.
Das auf den 10.08.1945 datierte Dokument ist die Abschrift einer Mitteilung der Commerzbank Stendal vom 21.12.1943. Der Kontoinhaber, Rittmeister Paul Schippert wurde informiert über eine Abbuchung von 1000 RM von seinem laufenden Konto auf ein Konto, das unter der Bezeichnung geführt wurde: "Landwirt Paul Schippert, Herzfelde, einschl. auflaufender Zinsen gesperrt bis 30.11.1946 zu Gunsten der Geheimen Staatspolizei Staatspolizeileitstelle Magdeburg". Es scheint sich um einen telefonischen Auftrag Paul Schipperts gehandelt zu haben, den er zu bestätigen gebeten wird. Paul Schippert musste die Kosten für die Haft seiner Frau Agathe begleichen, die aufgrund einer Verletzung der Zusatznamenreglung im Gefängnis Stendhal einsaß.
Die Abschrift wurde nach Kriegsende als Nachweis für Verfolgung durch die Gestapo angefordert.
Auf der Rückseite sind handschriftlich mit Bleistift sieben Fragen notiert, die sich auf Enteignungen im Bezirk beziehen. Die Notizen wurden von Agathe Schippert gemacht.

Dargestellt/erwähnt:
Geheime Staatspolizei, Agathe Schippert (10.3.1894 - 5.3.1958)
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Stendal; Herzfelde (Schönberg (Seehausen)); Enteignung
Schlagwort Kontext:
Wiedergutmachung; Judenkennzeichnung; Freiheitsstrafe
Schlagwort Objektart:
Bankbeleg

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