dreidim. Gegenstand des weltlichen Gebrauchs: Köfferchen von  Albert Kleeberg (1922-2001) Bild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2011/68/27
Sammlungsbereich:
Alltagskultur
Gattung:
dreidim. Gegenstand des weltlichen Gebrauchs

Köfferchen von Albert Kleeberg (1922-2001)

Leder, Metall, Futtergewebe mit Moiréeffekt

30er Jahre des 20. Jahrhunderts

Höhe:
10 cm
Breite:
36 cm
Tiefe:
26 cm

Koffer geschlossen, Tiefe mit Griff gemessen; geöffnet s. Sondermaße

Rechteckiger Koffer aus dunkelbraunem, gemasertem Leder mit zwei metallenen Klapp-Schnallen für die Schlüssel an der Griff-Seite.
Helle Naht am Rand, die vorderen Ecken des Koffers sind abgerundet. Der Griff besteht aus einem Lederriemen, der durch zwei Metallringe an einer Metallhalterung am Koffer befestigt ist. Auf der Unterseite des Koffers befinden sich an den Ecken vier runde Metallknöpfe.
Im Inneren ist der Koffer mit einem hellbraunen Stoff verkleidet. Zwei Lederriemen sind zwischen Deckel und Koffer-Innenraum angebracht um den Deckel zu halten. Innen über die gesamte Breite des Deckels eine Innentasche.
Der Schlosserlehrling Albert Kleeberg konnte 1939 aus Berlin nach England emigrieren - mit 100 anderen Schülern und Lehrern der ORT-Schule, die junge Juden zu Handwerkern ausbildete. Das Köfferchen war Teil seines Handgepäcks. In England wurde Kleeberg 1940 als "feindlicher Ausländer" interniert.
Einen Teil der Häftlinge, darunter Alfred Kleeberg, deportierten die Briten nach Australien und brachten sie dort in Lagern unter. Als Albert Kleeberg sich freiwillig zur australischen Armee meldete, wurde er entlassen. Nach Kriegsende kehrte er nach Deutschland (DDR) zurück.

Dargestellt/erwähnt:
Albert Kleeberg (17.2.1922 - 17.10.2001)
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Großbritannien; Berlin; Australien
Schlagwort Kontext:
Dauerausstellung JMB: 12.3 Nationalsozialismus - Auswanderung; Lebensverhältnisse in Exil und Emigration
Schlagwort Objektart:
Koffer

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