dreidim. Gegenstand des weltlichen Gebrauchs: Handfeger aus der Blindenwerkstatt von Otto Weidt (1883-1947)Bild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2001/375/0
Sammlungsbereich:
Alltagskultur
Gattung:
dreidim. Gegenstand des weltlichen Gebrauchs

Blindenwerkstatt Otto Weidt

Handfeger aus der Blindenwerkstatt von Otto Weidt (1883-1947)

Holz, Kunststoff

Berlin ca. 1940 bis 1942

Höhe:
32 cm
Breite:
7 cm
Tiefe:
8 cm

Handfeger aus Holz mit stark abgenutzten schwarzen Borsten.
Otto Weidt leitete eine Besen- und Bürstenbinderei in Berlin. Die meisten Arbeiter waren blinde und taubstumme Juden. Der Betrieb galt als "kriegswichtig", da dort für die Wehrmacht produziert wurde. Hier wurde dieser Handfeger hergestellt.
Als die Deportationen aus Berlin begannen, verteidigte Weidt seine jüdischen Arbeiter als "kriegsrelevant". Er bestach Beamte der Gestapo, verschaffte Verfolgten gefälschte Papiere und unterstützte sie mit Lebensmitteln.
Auch die Mutter des Stifters arbeitete in der Blindenwerkstatt: sie hat die Geschichte des Handfegers überliefert.

Literatur- und Abbildungsnachweis:
Robert Kain: Otto Weidt : Anarchist und »Gerechter unter den Völkern«, Berlin 2017
Dargestellt/erwähnt:
Otto Weidt
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Berlin
Schlagwort Kontext:
Einstieg Objektsuche: Neu in der Onlinestellung; Dauerausstellung JMB: 12.4 Nationalsozialismus - Verfolgung und Widerstand; Dauerausstellung JMB: 0.3 Achse des Holocaust; Werkstatt; Illegalität; Behinderter
Schlagwort Objektart:
Haushaltsgerät

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