dreidim. Gegenstand des religiösen Gebrauchs: Kiddusch-BecherBild vergrößern
Dieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2003/36/0
Sammlungsbereich:
Judaica/Angewandte Kunst
Gattung:
dreidim. Gegenstand des religiösen Gebrauchs

Kiddusch-Becher

Silber, graviert

Deutschland ca. 1888 bis 1900

Höhe:
7.2 cm
Durchmesser:
5.6 cm

Durchm. gemessen am oberen Rand

Signatur:
Auf der Unterseite des Bechers: 800, Halbmond und Reichskrone
Inschrift:
hebr.: Riwka (=Rebekka)

Der Becher hat in ca. 0,5 cm Höhe eine leichte Treppung, nach der die Wandung sich konisch nach aussen verbreitert. Im letzten oberen Drittel verläuft die Wandung senkrecht nach oben. Der Lippenrand ist nach innen eingerollt, ca. 0,5 cm darunter ist der Becher mit einer feinen, umlaufenden, gravierten Linie dekoriert. Auf der Vorderseite befindet sich ein graviertes hochformatiges Oval von ca. 5 cm Höhe, das mit einem floralen Ornament gerahmt ist. Das Ornament ist an seiner Oberseite mit einer gravierten Schleife verziert. In der Mitte des Ornaments ist auf hebr. das Wort "Riwka" (Rebekka) graviert. Der Becher weist Spuren einer Innenvergoldung auf.
Bei dem Becher handelt es sich vermutlich um einen Kiddusch-Becher. Der Kiddusch ist ein Gebet, das zu Hause oder in der Synagoge über einem Becher Wein gesprochen wird, um den Schabbat oder die Feste zu heiligen. Die Aufgabe des Kiddusch-Sprechens wurde traditionell vom Hausvater übernommen, Frauen waren allerdings laut talmudischer Überlieferung auch zum Kiddusch verpflichtet, insbesondere wenn kein männlicher Jude anwesend war. Der weibliche Name "Riwka" könnte darauf hinweisen, dass dieser Becher von einer Frau verwendet wurde.

Schlagwort Inhalt/Geographie:
hebräische Schrift; Deutschland
Schlagwort Kontext:
Dauerausstellung JMB: 6.3 Tradition und Wandel - Schabbat; Seder-Abend; Schabbat; Frau
Schlagwort Objektart:
Kiddusch-Becher

Schreiben Sie uns: