dreidim. Gegenstand des weltlichen Gebrauchs: Plüschaffe von Gerhard Berliner (geb. 1924)Bild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2004/46/0
Sammlungsbereich:
Alltagskultur
Gattung:
dreidim. Gegenstand des weltlichen Gebrauchs

Plüschaffe von Gerhard Berliner (geb. 1924)

Textil; Plüsch, Filz, Glas, Metall, Stroh

Berlin um 1930

Höhe:
11.5 cm
Breite:
4 cm
Tiefe:
5.5 cm

Brauner Plüschaffe mit beweglichen Armen und Beinen, schwarzen Knopfaugen, Gesicht, Hände, Füße und Ohren aus Filz.
Den Plüschaffen bekam Gerhard Berliner von seinen Eltern geschenkt. Er saß in Berlin, wo er aufwuchs, immer auf seinem Fahrradlenker. Im Alter von fünfzehn Jahren wurde Gerhard Berliner 1939 mit einem Kindertransport nach Schweden geschickt, sein Äffchen hatte er im Gepäck. Gerhards Eltern, Paul und Sophie Berliner blieben in Berlin zurück. Sie wurden 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Das Äffchen ist Teil eines größeren Konvoluts zur Familie Berliner im Jüdischen Museum, das auch die Briefe enthält, die Gerhard von seinen Eltern aus Berlin nach Schweden geschickt bekam. Wenige Tage vor der Deportation hatten sie zum letzten Mal an ihren Sohn geschrieben: "Kopf hoch. Wir werden uns mit Gottes Hilfe noch einmal wiedersehen." Die Postkarte, die Gert seinen Eltern 1944 aus Stockholm schickte, kam zurück.

Dargestellt/erwähnt:
Paul Berliner (7.12.1886 - 1943), Gert Berliner
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Berlin
Schlagwort Kontext:
Dauerausstellung JMB: 0.3 Achse des Holocaust; Emigration nach Schweden; Kindertransport; Kindheit; Gedenken; Eltern-Kind-Beziehung
Schlagwort Objektart:
Stofftier

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