Inv.-Nr.:
2003/284/0/1-26
Sammlungsbereich:
Kunst
Gattung:
Druckgrafik

Gottlieb Leberecht Crusius (1730 - 1804), Christian Gotthilf Salzmann (1744 - 1811), Johann Georg Penzel (1754 - 1809), Daniel Nikolaus Chodowiecki (1726 - 1801)

Sammeldatensatz: 26 Illustrationen zu Christian Gotthilf Salzmanns "Moralischem Elementarbuch"

Kupferstich auf Pappe aufgezogen

Leipzig 1786 bis 1788

Höhe:
15.4 cm
Breite:
9.4 cm

ca.

26 (Nr. 42-46, 48-68) von insgesamt 66 Kupferstichen zu Christian Gotthilf Salzmanns "Moralischem Elementarbuch", Leipzig 1784-1788. (Original enthielten Bd. 1, 1784: 22 Tafeln; Bd. 2, 1787: 24 Tafeln; Bd. 3, 1788: 20 Tafeln), auf Pappe montiert und mit grünem Papier eingefasst, rückseitig in arabischen Ziffern in Tinte nummeriert.
Anhand von Episoden aus dem Leben von Ludwig und Luise, den Kindern des ehrbaren Kaufmanns Herrmann und seiner Frau Sophie, handelt Salzmann diejenigen Gegenstände ab, in Hinsicht auf welche die unterrichteten Kinder "eine gute Gesinnung" entwickeln sollen. "Dieß geschieht, indem ihnen der wahre Werth jedes Dings, und das Vergnügen oder Misvergnügen, das es ihnen verschaffet, auf eine sinnliche Art vorgestellt wird." (S. xxvii). In der Reihenfolge des Buches sind dies: Sie selbst (Körper / Seele / Verstand / Wille / Leidenschaften), Andere Personen (Gott / Andere Menschen), Tiere, Sachen, Schicksale.
Im Zuge des Themas "Andere Menschen" werden diese auch "In Ansehung ihrer Religion" dargestellt; hier dient der Jude Ephraim als Beispiel.
Salzmanns "Elementarbuch" gehört wie sein Vorbild, das "Elementarwerk" Basedows, in den Bereich der edukativen Literatur der philantropischen Pädagogik. Es diente im Rahmen des ersten Religionsunterrichts der moralischen Unterweisung. Salzmann betont die Bedeutung der Illustration für die Erziehung von Kindern; die Buchkupfer waren nicht zum Verbleib im Buch bestimmt, sondern sollten ausgeschnitten, auf Pappe montiert, den Kindern nach dem mündlichen Erzählen der im Buch enthaltenen Geschichten gezeigt und eine Weile im Zimmer der Kinder angebracht werden, um so die Inhalte der Erzählung ins Gedächtnis zu rufen. Wenn das Interesse der Kinder nachließ, sollten die Bilder durch neue ersetzt werden.
Die Montierung der Tafeln ist demnach auf den originalen Gebrauch zurückzuführen.

Literatur- und Abbildungsnachweis:
Gehört zu: Salzmann, Christian Gotthilf: Moralisches Elementarbuch. nebst einer Anleitung zum nützlichen Gebrauch desselben. Leipzig: Siegfried Lebrecht Crusius , 1784-1788
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Moralisches Elementarbuch (Titel); Leipzig; Illustration
Schlagwort Kontext:
pädagogisches Konzept; Aufklärung
Schlagwort Objektart:
Lehrmittel; Kupferstich
Gehört zu:
Tafel LXVIII: Sophies Tod
Tafel LXVII: Die Kinder lernen, dass Gott auch in Katastrophen seine Macht zeigt
Tafel LXVI: Heinrich dankt Gott für seine Rettung aus dem überschwemmten Haus
Tafel LXV: Ein alter Mann erkennt die ungerechte Behandlung, die ihm widerfährt, als Strafe für sein früheres Verhalten
Tafel LXIV: Der Betrüger wird überführt
Tafel LXIII: Eine arme Frau wurde um ihr Geld betrogen
Tafel LXII: Die Zweckmäßigkeit, mit der jedes Wesen gestaltet ist, zeigt Gottes Güte an
Tafel LXI: Die Himmelsgestirne zeigen Gottes Größe an
Tafel LX: Magister Helwig lobt den Nutzen des Leidens
Tafel LVIX: Die Rechtschaffenheit eines Arbeiters wird belohnt
Tafel LVIII: Ein Arbeiter achtet ohne Neid die reichen Leute
Tafel LVII: Die Ehrlichkeit eines armen Mädchens zahlt sich aus
Tafel LVI: Die Pflegetochter des Gastwirts erzählt von seiner Güte
Tafel LV: Luise und Erich lernen die Mühen der Eltern um ihre Kinder zu schätzen
Tafel LIV: Ludwig und Luise lernen, böse Menschen zu bedauern
Tafel LIII: Erich wird wegen seiner tierquälerischen Absichten zurechtgewiesen
Tafel LII: Der Jude Ephraim lehrt Ludwig, auch Menschen anderer Religion zu achten
Tafel LI: Ludwig leidet unter der Einsamkeit
Tafel L: Ludwig und Luise freuen sich über die Heimkehr der Bediensteten
Tafel XLIX: Luise lernt arme Leute zu achten
Tafel XLVIII: Sopie wendet sich empört von der verleumderischen Friederike ab
Tafel XLVI: Herrmann drückt dem bescheidenen Rektor seine Hochachtung aus
Tafel XLV: Ludwig wird für seine Schwatzhaftigkeit getadelt
Tafel XLIV: Die Folgen übermässigen Trinkens
Tafel XLIII: Brigitte wird von ihrem Vater ihres Hochmuts wegen getadelt
Tafel XLII: Luise leidet unter der feinen Gesellschaftskleidung

Schreiben Sie uns: