Postmitteilung: Ansicht der "Vaterland"  - größtes Schiff der WeltBild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2004/222/0
Sammlungsbereich:
Archiv
Gattung:
Postmitteilung

Ansicht der "Vaterland" - größtes Schiff der Welt

Karton, Farblithographie (?)

Hamburg um 1913

Höhe:
9 cm
Breite:
14 cm
Inschrift:
"Vaterland"/größtes Schiff der Welt (...) Vergleich mit dem Dampfer / "Victoria Luise" (...)

Vierfarb-Ansichtskarte, nicht gelaufen, Aufschriften auf der Ansichtsseite
Inschrift komplett: ""Vaterland"/größtes Schiff der Welt/56000 Brutto Registertons/ Länge 276 m, Breite 30,5 m, Höhe 20m /4450 Passagiere, 1200 Mann Besatzung / Vergleich mit dem Dampfer / "Victoria Luise"/
16500 Brutto Registertons/ Länge 202m, Breite 20,5 m, Höhe 13,5 m/800 Passagiere, 470 Mann Besatzung."
Am 03. April 1913 lief die VATERLAND als zweites Schiff der Imperator-Klasse der Hamburg-Amerika-Linie (Hapag) vom Stapel. Sie war bis dahin das größte deutsche Passagierschiff mit Platz für fast 4.000 Fahrgäste und über 1.200 Besatzungsmitglieder. Die endgültige Fertigstellung erfolgte am 29. April 1913 und damit war die VATERLAND mit einer kurzen Unterbrechung bis 1931 auch das größte Schiff der Welt.
(Verschiedene Quellen weisen allerdings daraufhin, dass dies nur mit Manipulation der Bestimmungen über die Vermessung realisiert wurde, denn entsprechende Umbaumaßnahmen sind scheinbar nicht durchgeführt worden.) Die relativ kurze Zeit als Ozeanriese unter deutscher Flagge begann mit der Jungfernfahrt Cuxhaven - New York am 14. Mai 1914. Schon im August wurde das Turbinenschiff in New York von den USA an die Kette gelegt. Mit dem Eintritt der USA in den ersten Weltkrieg im Jahre 1917 bestand die Gefahr der Beschlagnahme der VATERLAND. Um eine Verwendung als Truppentransporter oder Hilfskreuzer zu verhindern, beziehungsweise zu verzögern, beschädigte die Besatzung Anfang April 1917 die Kessel und die Maschinen der VATERLAND. Die Aktion bewirkte allerdings nur einen kurzen Aufschub, denn nicht ganz vier Monate nach der Übernahme wurde das Schiff am 25. Juli 1917 als Truppentransporter eingesetzt und benannte es am 06. September 1917 in LEVIATHAN um. Nach Ende des Krieges wurde die LEVIATHAN 1919 in New York aufgelegt und an das US Shipping Board übergeben. Dort blieb sie zweieinhalb Jahre, bis 1922 in Newport News die Arbeiten zur Wiederherstellung als Passagierschiff begannen. Am 19. Juni 1923 erreichte sie auf einer Probefahrt 24 Stunden lang eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 27,48 Knoten. Sie hatte nun Kapazitäten für knapp 3.400 Passagiere und war mit ca. 60.000 Bruttoregistertonnen (BRT) vermessen. Später reduzierte sich die Zahl der möglichen Passagiere nochmals auf ungefähr 3.000. Am amerikanischen Unabhängigkeitstag, dem 04. Juli 1923, trat die LEVIATHAN zur ersten Reise für die United States Lines auf der Strecke New York - Southampton an. Damit führte sie wieder ihre ursprüngliche Bestimmung aus und beförderte ihre Passagiere sicher und komfortabel über den Atlantik. Um Liegegebühren zu sparen, wurde 1931 die Vermessung um 11.000 BRT auf knapp unter 49.000 BRT geändert. Dies geschah, wie schon oben erwähnt, ohne äußerlich erkennbare Umbaumaßnahmen. Ein Jahr später wurde die LEVIATHAN aufgelegt. Die Reederei reaktivierte sie 1934 noch mal für vier Fahrten von New York nach Southampton, unterließ es aber, aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der Konkurrenz der neuen, modernen und schnelleren Atlantik-Liner, sie wieder regelmäßig einzusetzen. Letztlich wurde das Schiff im Dezember 1937 zum Abwracken verkauft und traf im Februar 1938 mit eigener Kraft in Rosyth ein, wo die Verschrottung erfolgte.
(Quelle: http://www.passagierdampfer.de/Schiffe/Liner/Vaterland__1913_/body_vaterland__1913_.html (23.03.2005))

Dargestellt/erwähnt:
HAPAG
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Reederei; Fahrgastschifffahrt; Schiff; Hamburg
Schlagwort Kontext:
Unternehmensgeschichte
Schlagwort Objektart:
Werbepostkarte; Ansichtspostkarte

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