Begleitsammlung: Ramadankalender aus FilzBild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2005/302/0
Sammlungsbereich:
Judaica/Angewandte Kunst
Gattung:
Begleitsammlung

Ramadankalender aus Filz

Textil Filz zum Teil bedruckt, goldenes Geschenkband, Holz; genäht, geschnitten, gedrechselt, geklebt

Deutschland 2004

Höhe:
63.5 cm
Breite:
44 cm
Tiefe:
1.8 cm

Der Kalender besteht aus einem dunkelblauen Filzstück, das auf der Rückseite mit weissem Filz unterlegt ist. Beide Teile sind seitlich mit weissem Faden mit Schlingenstich gekantelt. Auf der Vorderseite sind neunundzwanzig mit aufgeklebter Goldfolie nummerierte Säckchen aus kariertem Stoff angebracht. Nur die Nummer neun ist aus grünem Filz. Alle Säckchen sind mit einer goldfarbigen Schleife verziert. Aus farbigem Filz wurden eine Palme (braun, grün), ein Dromedar (hellbraun), eine Moschee mit Minarett (weiss, gelb, grau, hellbraun) und ein Halbmond mit Stern (gelb) auf den dunkelblauen Hintergrund appliziert. Am oberen und am unteren Rand wurde jeweils ein Holzstab mit roten Holzkugeln an den Enden mit dem Filz vernäht. Zusätzlich befindet sich am oberen Rand ein goldfarbiges Bändchen, das zum Aufhängen dient.
Im Laufe der Recherche für die Ausstellung "Weihnukka. Geschichten von Weihnachten und Chanukka" (28.10.2005 - 29.1.2006) wurde eine Begleitsammlung aufgebaut. Der Ramadan-Kalender wurde in diesem Kontext für die Sammlung des Jüdischen Museums erworben.
Diese Ramadankalender aus Filz wurden erstmals im Jahr 2000 von der Firma Kandil hergestellt. Die Firma gibt folgende Intention an, die hinter dieser Prodktion steht. Die Kalender sollen muslimischen wie nicht muslimischen Kindern helfen, sich der besonderen Atmosphäre des Fastenmonats auf kindgerechte Weise bewusst zu werden - in Anlehnung an einen Brauch, der typisch deutsch ist. Die Ramadankalender wollen versöhnen und verbinden. Nur Kinder, die stolz auf ihre Wurzeln sein dürfen, werden zu selbstbewussten und selbstbestimmten Erwachsenen in einem rechtsstaatlichen und demokratischen Staat heranwachsen. Während Türchen des Adventskalenders morgens geöffnet werden und Kinder mit dem Adventskalender auf Weihnachten, also das Ende des Kalenders, warten, werden die Türchen des Ramadankalenders abends als Belohnung am Ende eines langen Fastentagesgeöffnet.

Literatur- und Abbildungsnachweis:
Jüdisches Museum Berlin (Hg.): Weihnukka. Geschichten von Weihnachten und Chanukka, Aust.Kat., Berlin 2006.
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Mond; Stern; Haustier; Moschee; Deutschland; Palme (Baum)
Schlagwort Kontext:
Islam; interreligiöse Beziehung
Schlagwort Objektart:
Ramadan-Kalender

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