Postmitteilung: Postkarte von Alfred Meyer (1920-1998) an seine Eltern aus Chicago während seiner Reise in die EmigrationBild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2003/197/71
Sammlungsbereich:
Archiv
Gattung:
Postmitteilung

Rudolf Melchior, Alfred G. Meyer (5.2.1920 - 22.4.1998)

Postkarte von Alfred Meyer (1920-1998) an seine Eltern aus Chicago während seiner Reise in die Emigration

Papier, Tinte, Gummistempel, Briefmarke

Chicago 29.9.1939

Höhe:
10.9 cm
Breite:
14.8 cm

Postkarte, gelaufen, maschinenschriftlich, von Rudolf Melchior.: "Meine lieben 'Alten', ich möchte Euch nur geschwind sagen, wie sehr wir uns freuen, Euren Jungen bei uns zu haben. Er findet sich erstaunlich schnell mit all dem Fremden zurecht, hat niemals besser ausgesehen und ist im übrigen einen Original-Copie seines Vaters. Wir verlangen eine Ausdehnung seines Aufenthaltes hier und sind im übrigen absolut sicher, dass er seinen Weg in diesem Lande machen wird er uns sos chwer wird. Geschäftlich ist immer noch nichts, es ist z.k., - aber dennoch sind wir zufrieden und denken auch, es sein zu können. Die Zweitschrift der für Euch bei mir befindlichen Papiere habe ich Acke gegeben, das Original schwimmt zu Euch. Der Wert scheint mir leider problematisch geworden zu sein. Haltet uns gut unterrichtet, wir vergessen Euch sicher nicht!- Euer Rudolf", Alfred Meyer: "Liebe Eltern! Ich habe Euch jetzt mehrfach geschrieben und hoffe, eine Karte wird mindestens bei Euch sicher angekommen sein. Ich finde mich in diesem Lande wirklich erstaunlich schnell zurecht. Die Sprache macht mir überhaupt keine Schwierigkeiten, und jeder fragt, wo ich Englisch gelernt hätte. Ihr könnt Euch denken, wie ich mich gefreut habe, Rudolf mit Familie wie", weiter hs.:" derzusehen. Sie sind vergnügt und froh, wenn R. auch nichts verdient. Ich hatte vor, heute oder morgen wieder zu fahren, werde aber", ms. auf der Rückseite:" bis Mittwoch, 4.10. hier bleiben. Ich habe Tante Pauline dieserhalb Bescheid gegeben. Mit den Greyhounds fährt man sehr bequem auf den wunderbaren Autostraßen der USA. Mein Billet hat §42.00 gekostet. Dazu kommen Spesen für Gepäck u. Verpflegung. Meine weitere Reise wird über Louisiana/Missouri-KansasCity-Albuquerque nach Los Angeles gehen. Von hier dauert es noch 4 Tage. Heute habe ich Fritz Dannenbaum besucht u. werde Sonntg. nach Wilmette fahren. Fritz hat ein modern eingerichtetes Fotoatelier, aber nicht viel zu tun. Er verdient aber Spesen u. Unterhalt. Kuß Alfred"

Dargestellt/erwähnt:
Meyer/Apel Familie, Gustav Meyer
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Lebensverhältnisse in Exil und Emigration; Familienbeziehung; Chicago
Schlagwort Kontext:
Dauerausstellung JMB: 0.4 Achse des Exils; Emigration in die USA
Schlagwort Objektart:
Postkarte

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