Urkunde: Affidavit für Felice Schragenheim (1922-1945) von ihrem Onkel Walter J. Karsten in ChicagoBild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2006/37/52
Sammlungsbereich:
Archiv
Gattung:
Urkunde

Affidavit für Felice Schragenheim (1922-1945) von ihrem Onkel Walter J. Karsten in Chicago

Papier

Chicago 28.2.1940

Höhe:
35.3 cm
Breite:
21.3 cm

Affidavit von Felices Onkel Walter Karsten, der in Chicago wohnte und eine Praxis besaß. Er begründete den Wunsch, seine Nichte in die USA zu holen mit den Worten: "Wir wollen Fräulein F. Schragenheim hier haben, damit sie bei uns leben und uns im Haus und in der Praxis helfen kann."
Felice Schragenheim plante zusammen mit ihrer Großmutter Hulda Karewski zu ihrem Onkel mütterlicherseits nach Chicago zu ziehen. Sie hatte von ihm Affidavits, Bürgschaften, Einkommensauskünfte und weitere Dokumente für die Ausreise bekommen. Walter Karsten hatte Felice auch Fotos seiner Wohnung, der Praxis und von Felices zukünftigem Zimmer geschickt. Anfang 1941 hatte Felice alle Emigrationspapiere für die USA zusammen und wartete auf die Abfahrt. Im Juli lief ihr Visum aus und wurde nicht mehr verlängert. Felice lebte bald untergetaucht in Berlin. Sie starb Anfang 1945 in einem Konzentrationslager.

Literatur- und Abbildungsnachweis:
Fischer, Erica: Aimée & Jaguar. Eine Liebesgeschichte Berlin 1943, Köln: Kiepenheuer und Witsch 1994. Fischer, Erica: Das kurze Leben der Jüdin Felice Schragenheim. "Jaguar". Berlin 1922 - Bergen Belsen 1945, München: Deutscher Taschenbuchverlag 2002.
Dargestellt/erwähnt:
Walter J. Karsten, Felice Schragenheim (9.3.1922 - 1945)
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Chicago; Berlin
Schlagwort Kontext:
JMB-Thema: Gescheiterte Emigrationsbemühungen; Dauerausstellung JMB: 12.3 Nationalsozialismus - Auswanderung; Vorbereitung zur Emigration
Schlagwort Objektart:
Affidavit

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