Postmitteilung: Schreiben an die Siemenswerke (Elmowerk)Bild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2010/161/12
Sammlungsbereich:
Archiv
Gattung:
Postmitteilung

Schreiben an die Siemenswerke (Elmowerk)

Papier, Kopierstift, Tinte

Berlin 18.3.1942

Höhe:
29.5 cm
Breite:
20.9 cm

Kopfbogen der Fa. Werner von Puttkamer Immobilien, gedruckt, maschinenschriftlich, eigenhändige Unterschrift des Absenders, handschriftliche Vermerke der Fa. Siemens.
Der Absender ist Bevollmächtigter der Eheleute Franz und Anita Goldmann und versucht die Firma Siemens zu bewegen, eine Bescheinigung auszustellen, die eine Rückstellung von der beabsichtigten Deportation erwirken könnte. Inzwischen haben Goldmanns erfahren, dass eine Rückstellung beantragt werden kann, weil der älteste Sohn noch keine 20 Jahre alt und im Arbeitseinsatz ist. Die Firma Siemens wird gebeten einen entsprechenden Antrag bei den zuständigen Stellen einzureichen. Die Unterschrift ist unleserlich, es muss sich nicht zwangsläufig um den Firmeninhaber von Puttkamer handeln.
Der Sachbearbeiter Herr Liesmann entscheidet sich in seinem Vermerk dagegen: "... der Jude Goldmann kann (...) vom Betrieb zur Entlassung freigegeben werden."

Dargestellt/erwähnt:
W. Spindler AG - Färberei und chemische Reinigung, Siegfried (?) Liesmann, Werner von Puttkamer (geb. 15.1.1900) Immobilien, Elektromotorenwerk "Elmowerk", Hans Gustav Goldmann (11.9.1922 - 1943), Siemens & Schuckertwerke
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Berlin-Siemensstadt (Ortsteil); Deportation; Berlin
Schlagwort Kontext:
Zwangsarbeit; Rüstungsindustrie; Unternehmensgeschichte
Schlagwort Objektart:
Schreiben (Dokument); Briefbogen
Gehört zu:
Sammeldatensatz: Dokumente zur jüdischen Zwangsarbeit bei Siemens-Schuckert und den Elmo-Werken

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