dreidim. Gegenstand des weltlichen Gebrauchs: Brieftasche von Albert Rosenhain aus dem Besitz von Ernst Schwerin (1919-2010)Bild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2000/256/4/001
Sammlungsbereich:
Alltagskultur
Gattung:
dreidim. Gegenstand des weltlichen Gebrauchs

Brieftasche von Albert Rosenhain aus dem Besitz von Ernst Schwerin (1919-2010)

Leder (vermutlich Krokodillederimitat), Innenfutter Baumwollatlas

Berlin ca. 1933 bis 1938

Höhe:
16.7 cm
Breite:
11.5 cm
Tiefe:
1 cm

Maße der Brieftasche geschlossen, geöffnet s. Sondermaße

Inschrift:
(im Innern unter dem Fach mit Lasche): "ALBERT ROSENHAIN / BERLIN"

Brieftasche aus dunkelbraunem, mattem Glattleder - ein glänzendes Krokodillederimitat. Innen ist die Brieftasche mit braunem Baumwollatlas gefüttert.
Die Brieftasche zum Aufklappen ist innen unterteilt in eine Seite mit Steckfächern in unterschiedlichen Größen. Auf der anderen Seite befinden sich ein großes Klappfach mit einer Lasche zu verschließen, sowie weitere größere Steckfächer.
Nachdem sein Vater vor seinen Augen in Berlin verhaftet worden war, tauchte Ernst Schwerin zunächst bei verschiedenen nichtjüdischen Bekannten und Freunden der Familie unter. Gemeinsam mit einem Freund und seiner damaligen Freundin gelang ihm im Oktober 1943 mit gefälschten Dokumenten die Flucht in die Schweiz, von dort emigrierte er 1947 schließlich in die USA. Die Brieftasche aus dem alteingesessenen Berliner Luxus-und Lederwarengeschäft Albert Rosenhain gehörte zu den wenigen Dingen, die Ernst Schwerin aus Berlin mitnahm.

Dargestellt/erwähnt:
Ernest Schwerin (16.2.1919 - 23.5.2010), (15.9.1836 - 20.5.1916) Luxus- und Lederwaren Albert Rosenhain
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Berlin-Mitte (Ortsteil); Berlin
Schlagwort Kontext:
Dauerausstellung JMB: 12.4 Nationalsozialismus - Verfolgung und Widerstand; Lederindustrie; Illegalität; Flucht; Unternehmensgeschichte
Schlagwort Objektart:
Brieftasche

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