Urkunde: Gefälschte Bescheinigung für Betty Schiller (1893-1964) unter dem Namen Margarethe RathmannBild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2011/145/4
Sammlungsbereich:
Archiv
Gattung:
Urkunde

Gefälschte Bescheinigung für Betty Schiller (1893-1964) unter dem Namen Margarethe Rathmann

Papier, Stempelfarbe, Kopierstift, Tinte

Berlin (Aachen) 10.9.1944

Höhe:
15 cm
Breite:
21 cm

Vordruck, hektographiert, handschriftlich. ausgefüllt, gefälschte Stempel.
Betty Schiller war bereits verwitwet, als sie im Januar 1944 vor ihrer drohenden Deportation gewarnt wurde und überstürzt das Haus verließ. Zunächst kam sie bei einer Bekannten tagsüber in Neukölln unter, kehrte aber am Abend in ihre Wohnung zurück. Der Sohn Gerhard Schiller fasste den Plan, der Mutter eine falsche Identiät zu verschaffen, mit der sie sich zunächst in Treuenbrietzen und der Umgebung von Berlin aufhielt. Nach der Verschärfung der Meldevorschriften Mitte 1944 fälschten Gerhard Schiller und sein Freund und Untermieter Ludwig Tischler, der Fotolithograph war, eine Flüchtlingsbescheinigung aus Aachen, weil die Stadt bereits von den Amerikanern eingenommen war. Mit dieser Bescheinigung ging Betty Schiller nach Lebus und später nach Küstrin und erhielt dort eine offizielle Aufenthaltsbestätigung. Die Geschichte erzählt Gerhard Schiller in seinen Erinnerungen: siehe 2011/145/11.

Dargestellt/erwähnt:
Betty Schiller (9.8.1893 - 24.12.1964)
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Berlin
Schlagwort Kontext:
Dauerausstellung JMB: 12.4 Nationalsozialismus - Verfolgung und Widerstand; Überlebensstrategie; Illegalität
Schlagwort Objektart:
Reisedokument; Abmeldung; Fälschung

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