Fotografie (s/w): Foto von Alfred Reis (1893-1917) als Mitglied der Studentenverbindung "AWV Veda Würzburg"Bild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2011/123/71
Sammlungsbereich:
Fotografische Sammlung
Gattung:
Fotografie (s/w)

Foto von Alfred Reis (1893-1917) als Mitglied der Studentenverbindung "AWV Veda Würzburg"

Fotografie auf Karton montiert

Würzburg 1911 bis 1914

Höhe:
17 cm
Breite:
8 cm

Kartonformat

Signatur:
auf dem Karton: Georg Wedel / Würzburg Kaiserstr. 2"

Alfred Reis steht als Mitglied der Studentenverbindung "A.W.V. Veda Würzburg" im sogenannten Vollwichs (beim Chargieren getragene studentische Kleidung, meist bestehend aus Cerevis, Pekesche, Stulpen, Handschuhe, Scherpe, Stulpenstiefeln) und Degen frontal vor einer Fahne seiner Verbindung. Diese ist mit mit einem Fahnenband "zum 10ten Stiftungsfest 1906" als Text über dem Zirkel der Verbindung versehen.
Alfred Reis (1893-1917) nahm nach seinem Abitur ein Studium der Zahnmedizin an der Universität Würzburg auf. Er war Mitglied der 1896 gegründeten Jüdischen Studentenverbindung "A.W.V. Veda Würzburg".

Dargestellt/erwähnt:
Alfred Reis (5.3.1893 - 29.7.1917), Akademisch-wissenschaftliche Verbindung VEDA
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Couleur; Würzburg; Waffe; Porträt
Schlagwort Kontext:
Zahnmedizin; Studium; jüdische Studentenverbindung
Schlagwort Objektart:
Schwarz-Weiß-Fotografie

1
Dec 16, 2017 Thomas Vogtmann

Ergänzend zumPunkt 3. des Vorkommentators eine Korrektur: Der Gegenstand in der Linken des Abgebildeten ist _kein Spazierstock_, sondern die Scheide des Schlägers.


2
Mar 31, 2016 stan schneider

Hinweis: Damit wird für die VEDA eine bestimmbare (hier zuweit führende) Positionierung innerhalb der Korporations-Studentenschaft demonstriert. Der Verfasser befasst sich seit seiner Zeit als Wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Hochschulkunde (auch) mit jüdischen Studentika.


3
Mar 31, 2016 stan schneider

T3/3: Das führte gelegentlich zu `commentwidrigen Ramscherei´ (Prügeleien), bei denen sich der jüdische Student der Gegner (oft in Überzahl) durch geschickten (kendo-kampfartigen) Gebrauch eines (im Gegensatz zu den üblichen schweren, massiven eher sehr schlanken und leichten) Spazierstockes erwehren konnte. Andere Verbindungen pflegten aus selbem Grund ab ca. 1906 das gerade in Berlin bekanntgewordene `unakademische´ Jiu Jitsu und trugen daher nicht den "commentgemäßen" Spazierstock


4
Mar 31, 2016 stan schneider

T2/3: Bemerkenswert ist der unerwähnt gebliebene zweite Gegenstand. Sehr wahrscheinlich ein Spazierstock, der nicht zum Vollcouleur gehörte und `eigentlich´ als `commentwidrig´, was die Bekleidung anbelangt gelten würde, denn er gehört zur `zivilen` Version des "Straßen-Couleur". Nach der "Satisfaktionsverweigerung´durch die Waidhofener Beschlüsse konnten jüdische Studenten keine Forderungen annehmen oder aussprechen und waren so schutzlos Beleidungen und Rempeleien ausgesetzt.


5
Mar 31, 2016 stan schneider

Teil 1/3: Die Bezeichungen "Uniform" und "Degen" sind (couleurstudentisch) unkorrekt. Man (als studentenhistoriker) spricht von "Vollcouleur" (oder "Vollwichs") und "Schläger" (oder "Rapier"), letzteres flapsig als "Plempe" bezeichnet. Diese Waffe ist eine spezifische Sonder/unterform der Degen. Dass A.R. Vollcouleur trägt, heißt er war zu diesem Zeitpunkt "Chargierter", also gewählter `Vorstand´ des `aktiven Bundes´.


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