dreidim. Gegenstand des religiösen Gebrauchs: Kiddusch-BecherBild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2012/262/0
Sammlungsbereich:
Judaica/Angewandte Kunst
Gattung:
dreidim. Gegenstand des religiösen Gebrauchs

Johann Georg Burger

Kiddusch-Becher

Silber; getrieben,punziert, Teilvergoldet

verm. Strassburg um 1690

Höhe:
9.4 cm
Durchmesser:
7.3 cm
Signatur:
Auf Unterseite: Kartusche mit "13" (=13 Lot), "IGB" (Rosenberg, 4, Nr. 6996)

Der Becher, ein so genannter Schwitzbecher, hat eine runde Basis und eine konische Form. Die gerade Wandung verbreitert sich dezent nach oben. Der obere Lippenrand ist leicht nach außen gewölbt. Der Becher ist durch drei horizontale, vertiefte Doppellinien auf der Außenwandung gegliedert. Auf die unterste Doppellinie, die sich ca. 0,5 cm oberhalb der Basis befindet, folgt eine weitere Doppellinie im oberen Viertel des Bechers und eine dritte unmittelbar unterhalb des Lippenrandes. Der mittlere Hauptanteil der Außenwandung zwischen der unteren und mittleren Linie ist mit einem gepunzten Schlangenhautdekor versehen. Die restlichen Flächen der Wandung sind glatt gestaltet.
Die Form des Schwitzbechers war seit dem 17. Jahrhundert weit verbreitet und wurde im jüdischen Kontext, wie in diesem Fall, nicht selten als Kiddusch-Becher benutzt.
In der Sammlung des Jüdischen Museums Berlin befindet sich ein weiterer Schwitzbecher, der Mitte des 17. Jahrhunderts von dem Augsburger Silberschmied Abraham Grill hergestellt wurde.

Literatur- und Abbildungsnachweis:
Zu Vergleichsobjekten: Heuberger, Georg: Pracht der Gebote. Die Judaica-Sammlung des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, Frankfurt am Main, S. 170-171.
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Strasbourg (Alsace)
Schlagwort Kontext:
Silberschmiedekunst
Schlagwort Objektart:
Kiddusch-Becher

Schreiben Sie uns: