dreidim. Gegenstand des weltlichen Gebrauchs: Abendhandtasche aus dem Besitz der Homberger Familie CoppelBild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2013/1/1
Sammlungsbereich:
Alltagskultur
Gattung:
dreidim. Gegenstand des weltlichen Gebrauchs

Abendhandtasche aus dem Besitz der Homberger Familie Coppel

Metall, Glasperlen, Seide

Deutsches Reich ca. 1900 bis 1910

Höhe:
30 cm
Breite:
18.5 cm
Tiefe:
1.5 cm

geschlossen, Höhe mit ausgebreitetem Henkel

Perlenbestickte Handtasche; halbrundes Format, oben mit goldfarbenem Taschenbügel, reich dekoriert, daran befestigt der Henkel der Tasche bestehend aus einem goldenen, flexiblen Metallkettchen. Die feinen Glasperlen in verschiedenen Blau- und Erdtönen ergeben ein abstraktes, buntes Muster aus Kreisen, Bögen und Linien. Der Klippverschluss am Taschenbügel ist mit zwei dunkelblauen Perlen besetzt. Im Inneren ist die Tasche mit einem rosafarbenen Seidenstoff gefüttert.
Die Schneidermeisterin Johanna Schwarz (1904-1996) erhielt die Tasche von der Familie Coppel als Bezahlung für Näharbeiten an Mänteln, die Mitglieder der Familie bei ihrer Deportation im Winter 1941 getragen haben. Paul Coppel (1889-1941) und seine Frau Henriette (1887-1941) lebten in Homberg am Niederrhein, sein Bruder Julius (1880-1941) und dessen Frau Gudula Coppel (1894-1941) in Moers. Alle vier wurden aus Düsseldorf im Dezember 1941 nach Riga deportiert und sind dort umgekommen.

Literatur- und Abbildungsnachweis:
Zur Familie Coppel, siehe: Brigitte Wirsbitzki: Geschichte der Moerser Juden nach 1933, Moers, 1991 (2. Aufl.), hier v.a. S. 130-133
Dargestellt/erwähnt:
Johanna Schwarz, Coppel Familie
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Duisburg
Schlagwort Kontext:
Dauerausstellung JMB: 0.3 Achse des Holocaust; wirtschaftliche Vernichtung; soziale Beziehung; Gedenken; Dienstleistung; Deportation
Schlagwort Objektart:
Handtasche

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