Postmitteilung: Feldpostbrief von Arthur Abraham Polack (1885-1917)Bild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2013/395/438/1-2
Sammlungsbereich:
Archiv
Gattung:
Postmitteilung

Feldpostbrief von Arthur Abraham Polack (1885-1917)

Papier

Flandern 29.6.1917

Höhe:
17.2 cm
Breite:
12.8 cm

geschlossen

Feldpostsendung: von Arthur Abraham Polack an Anni [Bredee], betr. Tod von Schwager Robert Eichholz, Vorwurf der Drückebergerei und Antisemitismus im Heer, handschriftlich, 2 Doppelblätter, 29.06.1917. Die Anstreichungen und handschriftlichen Anmerkungen stammen vermutlich von der Empfängerin des Briefes.
Arthur Polack kämpfte im Ersten Weltkrieg an der Westfront. Rund zwei Wochen vor seinem Tod schrieb er diesen Feldpostbrief, in dem er - an der Militärzensur vorbei - Einblicke in seine Gedanken und Gefühlswelt erlaubt. Er schilderte, wie betroffen ihn der Tod seines Schwagers Robert Eichholz machte, er seine Trauer aber mit niemandem teilen könne, weil seine Kameraden alle "abgestumpft" seien. Dass er erst nach drei Jahren zum Offiziersaspiranten befördert wurde, führte er auf den auch im Heer verbreiteten Antisemitismus zurück. "Mein Patriotismus ist bald auf dem Gefrierpunkt", schrieb er. Am 17. Juli 1917 fiel Arthur Polack "bei einem Sturm auf die feindliche Stellung" östlich von Monchy. Er starb durch eine Kopfverletzung.
[Transkription siehe angehängte Datei.]

Dargestellt/erwähnt:
Anni Bredee, Arthur Abraham Polack (7.1.1885 - 17.7.1917)
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Flandern; Tod; Soldat; Patriotismus; Lebensbedingungen; Kriegsgefallener; Antisemitismus
Schlagwort Kontext:
Weltkrieg (1914-1918); Wehrdienst
Schlagwort Objektart:
Feldpostsendung; Brief

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