Druckerzeugnis: Bescheid über die Judenvermögensabgabe für Richard Polack (1880-1956)Bild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2013/395/77
Sammlungsbereich:
Archiv
Gattung:
Druckerzeugnis

Finanzamt Berlin-Moabit-West

Bescheid über die Judenvermögensabgabe für Richard Polack (1880-1956)

Papier

Berlin 12.12.1938

Höhe:
29.7 cm
Breite:
21 cm

Bescheid, Vordruck, handschriftlich ausgefüllt.
Der Bescheid für die Familie Polack wurde am 12. Dezember 1938 ausgestellt. Die erste Rate war schon drei Tage später fällig: am 15. Dezember.
Infolge der Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden vom 26. April 1938 waren die Finanzämter bestens über das Vermögen der Steuerpflichtigen unterrichtet und konnten die Bescheide kurz nach der Durchführung-VO vom 21. November 1938 verschicken. Reichsdeutsche Juden, die bereits im Ausland lebten waren ebenfalls abgabepflichtig. Das Finanzamt Berlin Moabit-West war hinsichtlich der Abgabe für alle deutschen oder staatenlosen Juden zuständig, die Deutschland bis zum 12. November 1938 verlassen hatten. Richard Polack, der seit 1935 in Frankreich lebte, legte gegen den Bescheid Beschwerde ein.

Dargestellt/erwähnt:
Richard Moritz Polack (16.2.1880 - 11.10.1956)
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Berlin-Moabit (Ortsteil); Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden (1938); Paris; NS-Symbol; Judenvermögensabgabe
Schlagwort Kontext:
individuelle Wirtschaftslage; Emigration nach Frankreich; Diskriminierung; antijüdische Gesetzgebung
Schlagwort Objektart:
Bescheid

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