Postmitteilung: Brief von Helene Gumpert (1854-1941) an den Oberfinanzpräsidenten Nordmark in KielBild vergrößernDieses Bild ist möglicherweise urheberrechtlich geschützt und darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung verwendet werden.
Inv.-Nr.:
2005/4/35
Sammlungsbereich:
Archiv
Gattung:
Postmitteilung

Helene Gumpert (18.1.1854 - 25.3.1941)

Brief von Helene Gumpert (1854-1941) an den Oberfinanzpräsidenten Nordmark in Kiel

Papier, Tinte

Parchim 2.11.1939

Höhe:
28.7 cm
Breite:
21 cm

Brief, maschinenschriftlich, Durchschlag mit handschriftlichen Ergänzungen.
Im Anschluss an die Novemberpogrome forderte Hermann Göring als "Sühneleistung" für "...die feindliche Haltung des Judentums gegenüber dem deutschen Volk" gegenüber den Beitrag von einer Milliarde Reichsmark. Als absehbar wurde, dass die in Aussicht genommene Summe von einer Milliarde Reichsmark nicht zusammenkam, wurde eine 5. Rate mit Fälligkeit am 15. November 1939 auferlegt. Diese letzte Zahlung sollte 5% des Vermögens betragen.

Helene Gumpert hatte bereits alle vier Raten der ihr zugemessenen Judenvermögensabgabe bezahlt - insgesamt 2800 RM. Sie war bereits 85 Jahre alt und konnte sich eine weitere Rate von 700 RM nicht mehr leisten. Aus diesem Grund bittet sie um Zahlungsbefreiung.

Dargestellt/erwähnt:
Oberfinanzpräsident Nordmark in Kiel
Schlagwort Inhalt/Geographie:
Parchim; Kiel; Judenvermögensabgabe; Judenkennzeichnung; Armut
Schlagwort Kontext:
wirtschaftliche Vernichtung; Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden (1938); Diskriminierung; antijüdische Gesetzgebung
Schlagwort Objektart:
Brief
Dokument:
Inventarliste Sammlung Familie Gumpert

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