Unsere Sammlung: 38.000 Objekte (von 110.000) sind online durchsuchbar, davon 20.000 mit Bild. Geben Sie einen Suchbegriff ein, klicken Sie auf die Lupe oder starten Sie mit einem unserer Vorschläge.
Sie wollen nur Objekte sehen, zu denen es ein Bild gibt? Hier sind Sie richtig! Aus der Vollansicht erreichen Sie größere Abbildungen und weitere Digitalisate zum Objekt sowie das IIIF-Manifest. Wir bemühen uns um die Bereitstellung von Daten unter CC-Lizenzen; wo dies (noch) nicht möglich ist und für Abbildungen in Druckqualität hilft unsere Fotodokumentation gerne weiter.
In unseren Sammlungen sind viele Darstellungen von und Dokumente über Synagogen. Nutzen Sie die Suchfilter links, wenn Sie genauer wissen, was Sie finden wollen. Übrigens: auch in unserem Portal Jewish Places gibt es zu diesem Thema einiges zu entdecken.
In Dokumenten und Fotografien aus dem Sommer 1945 stehen neben der Freude über die Befreiung die materielle Not und die Sorge um verschollene Familienmitglieder.
Der Viehhändler Salomon Joseph wurde 1936 wegen öffentlicher Beleidigung angeklagt und in „Schutzhaft“ genommen. Im Familienbestand befinden sich die Anklage, Unterlagen zur „Wiedergutmachung“ sowie zum Berufsleben und Emigration seiner Töchter, darunter ein Stickmusterbuch.
Wir digitalisieren unsere Familiensammlungen. Daneben planen wir bis Ende 2026 unsere gesamten Bestände online nachzuweisen. Objekte, Fotografien und Dokumente, die nicht fertig überprüft sind, zeigen wir ohne Bild und Beschreibungstext. Derzeit sind bereits Daten der Erwerbungen aus den Jahren 1999-2007 veröffentlicht.
Isidor Wolff überlebte die NS-Zeit als jugendlicher Zwangsarbeiter im Jüdischen Krankenhaus Berlin. Auch nach seiner Emigration in die USA, wo er einen Reparaturservice betrieb, stand er mit seinen Pflegeeltern in Ost-Berlin in Briefkontakt.
Edith Pollak arbeitete im Schuhhaus Leiser, das ihr Großvater mitbegründet hatte. Die Sammlung umfasst Dokumente zur Hochzeit mit dem Arzt Heinz Taubenschlag, Familienalben und -filme. Werbeprospekte und Zeitungsartikel mit antisemitischen Angriffen auf Leiser zeigen Aufstieg, Modernität und Bedrohung des Unternehmens.
Als Jugendliche floh Erika Freundlich per Kindertransport nach England. Zu ihren in Hamburg verbliebenen Eltern hielt sie regen Briefkontakt. Die in der Sammlung erhaltenen Briefe dokumentieren, wie es Erika in England erging.
Nach dem frühen Tod seiner Mutter wurde Jürgen Holldack von dem jüdischen Ehepaar Lebram adoptiert. Die Familie lebte in einer Villa in Grunewald und betrieb ein Uhren- und Schmuckgeschäft, das Jürgen Lebram übernehmen und bis über das Kriegsende hinaus weiterführen konnte.
Georg Ludwig Zuelzer schrieb seinem Sohn Wolfgang zwischen 1935 und 1947 zahlreiche Briefe, in denen er Familienangelegenheiten vor allem aber medizinische Fachfragen besprach. Vater und Sohn, beide Ärzte, waren in die USA emigriert.
Die „Megillat Baisingen“ von 1848 gehört zu den ältesten Dokumenten des Bestandes. Sie berichtet über das Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung im württembergischen Baisingen im Zuge der Revolution 1848.
Die Tochter eines jüdischen Vaters aus Czernowitz und einer zum Judentum konvertierten Berliner Protestantin wurde in der NS-Zeit ausgebürgert. Auch nach ihrem Austritt aus dem Judentum wurde sie diskriminiert. Ihre jahrelangen Bemühungen, ihren „deutschblütigen“ Verlobten heiraten zu dürfen, scheiterten, sie wurde zur Zwangarbeit verpflichtet.
Die Familie Leufgen betrieb in Emden eine Bäckerei, die 1944 auf Anordnung der Gestapo geschlossen wurde. Die Familie überlebte Zwangsarbeit und Konzentrationslager. 1945 konnte die Familie die Bäckerei wieder eröffnen.
1935 durften Ella Lissauer und Heinrich Hansen aufgrund der Nürnberger Gesetze nicht heiraten. Jahre der Trennung folgten. Erst 1950 konnte sich das Paar endlich das Ja-Wort geben. In der Sammlung befindet sich u.a. die Heiratsurkunde.
In der Sammlung der Familie Kalman befindet sich neben Lebensurkunden und einzelnen Fotografien auch ein Fotoalbum, das Margot Kalmans Aktivitäten im Jüdischen Turn- und Sportclub zeigt.
Über drei Generationen bestand das Antiquariat Mai, bis es 1936 geschlossen werden musste. Das Konvolut enthält auch Dokumente zur Revolution von 1848.
Viktor Kupperberg emigrierte als Student nach Italien, wo er sein in Berlin begonnenes Studium vollendete. 1939 gelangte er in die USA, wohin er 1940 seine Mutter nachholen konnte. 1947, nach Europa zurückgekehrt, heiratete er die ebenfalls remigrierte Anna Stein geb. Grossmann.
Die Dokumente aus der Sammlung der Leder- und Pelzhändlerfamilie aus Bleicherode, Leipzig und Berlin reichen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die späte Nachkriegszeit in der DDR.
Sonja Okun, in Minsk geboren, lebte ab 1923 in Berlin, wo sie in Künstlerkreisen verkehrte. Aus Verbundenheit zu ihrer Arbeit mit der jüdischen Jugend schlug sie den Ausweg der Emigration aus und wurde 1944 ermordet.
Der Versuch der Journalistin Meta Samson, in die USA zu emigrieren, scheiterte. Ihr autobiografisches Kinderbuch "Spatz macht sich" erschien 1938, durfte aber nicht mehr in öffentlichen Buchhandlungen verkauft werden.
Walter und Ilse Schoenholz stammten aus dem Ruhrgebiet. In der NS-Zeit emigrierten sie nach England und Palästina und später in die USA. Neben Unterlagen der Arztfamilie Schoenholz sind Unterlagen zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in Recklinghausen und zu Ilse Schoenholz' Restitutionsverfahren in den 1950er Jahren enthalten.
Neben Objekten zum Ersten Weltkrieg und Familienfotografien ist Korrespondenz aus der NS-Zeit erhalten. Die Briefe der mit einem Kindertransport nach England geschickten Marion Pollak an ihre Mutter zeigen die Entfremdung von ihrer Familie und ihrer Muttersprache.
In der kleinen Sammlung befinden sich Zeugnisse zur deutschen Kolonialgeschichte. Der Kaufmann Moritz Weldler arbeitete 1898 beim Kaiserlichen Hafenbauamt im damaligen Deutsch-Südwestafrika (Namibia).
Wegen seines jüdischen Vaters wurde Günter Messerschmidt in der NS-Zeit zur Zwangsarbeit verpflichtet. Briefe und Dokumente zeugen von den schlechten Lebensbedingungen.
Im Nachlass von Edgar Lax (1923-2013), der seine Heimatstadt Berlin 1939 mit einem Kindertransport verlassen musste, entdeckten seine Söhne einen Koffer, der mit Familiendokumenten und -fotografien gefüllt war.
Die Schwestern Ruth Friederike und Eva Kochmann emigrierten in den 1930er Jahren getrennt voneinander nach Großbritannien. Ihr umfangreicher Briefwechsel miteinander, mit Familienmitglieder und Freunden spiegeln ihre Lebensumstände und die Bemühungen um Emigration.
Die Sammlung enthält neben einigen wenigen persönlichen Unterlagen zur Familie Cohn/Zoellner vor allem Werbematerialien der Lack- und Farbenfabrik der Familie, die vom Ende des 18. Jahrhunderts bis in die Zeit des Nationalsozialismus zunächst in Wörlitz bei Dessau und später in Berlin-Rixdorf existierte.
Alice Kaufmann überlebte die Zeit des Nationalsozialismus versteckt in Belgien. In Dokumenten der Geheimen Staatspolizei ist die Fahndung nach ihr dokumentiert.
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