Eintrittskarte für die Neue Synagoge Oranienburger Straße für Josef Garbáty
2005/119/1
Papier, Tinte, Karton
Berlin ca. 1932
6,2 × 9,8 cm (Maße: Karton)
Schenkung von Kenneth Schoen, in Erinnerung an Betty und Bernard Sternberg früher Herborn
Eintrittskarte des Inhabers des Herrenplatzes Josef Garbaty für die Neue Synagoge, Oranienburger Straße.
Die Eintrittskarte ist auf einen Karton aufgeklebt, auf dem schon Eintrittskarten anderer Inhaber kleben, die darunter teilweise zu erkennen sind.
Josef Garbáty (1851-1939), dem diese Eintrittskarte gehörte, war 1879 in die Firma seines aus Russland eingewanderten Vaters eingetreten, eine Zigarettenproduktion. Das kleine Familienunternehmen entwickelte sich unter seiner Leitung in wenigen Jahren zu einem modernen Großbetrieb. Die "Cigaretten-Fabrik J. Garbáty" hatte ihren Sitz in Pankow, in der Hadlichstraße und der Berliner Straße. Garbáty-Marken wie "Königin von Saba" oder "Damenwahl" waren in aller Munde, und die Familie kam zu großem Wohlstand. 1929 schied Josef Garbáty aus Altersgründen aus dem Unternehmen aus. Seine beiden Söhne führten den Betrieb weiter. Im November 1938 wurde die Firma "arisiert", auch die neben dem Betrieb gelegene "Villa Garbáty", das Wohnhaus der Familie, wurde zwangsverkauft. Josef Garbáty starb 1939 mit 88 Jahren in Berlin. Seine Söhne wanderten in die USA aus.
Josef Garbátys Verbindung zur Jüdischen Gemeinde war eng. Er unterstützte (wie später seine Söhne) zahlreiche jüdische Einrichtungen in Berlin, darunter die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, das Waisenhaus Pankow (neben dem Firmengelände gelegen) und das Jüdische Krankenhaus. Auch die Ortsgemeinde Pankow hatte regelmäßig Geldspenden erhalten.
Die Eintrittskarte ist auf einen Karton aufgeklebt, auf dem schon Eintrittskarten anderer Inhaber kleben, die darunter teilweise zu erkennen sind.
Josef Garbáty (1851-1939), dem diese Eintrittskarte gehörte, war 1879 in die Firma seines aus Russland eingewanderten Vaters eingetreten, eine Zigarettenproduktion. Das kleine Familienunternehmen entwickelte sich unter seiner Leitung in wenigen Jahren zu einem modernen Großbetrieb. Die "Cigaretten-Fabrik J. Garbáty" hatte ihren Sitz in Pankow, in der Hadlichstraße und der Berliner Straße. Garbáty-Marken wie "Königin von Saba" oder "Damenwahl" waren in aller Munde, und die Familie kam zu großem Wohlstand. 1929 schied Josef Garbáty aus Altersgründen aus dem Unternehmen aus. Seine beiden Söhne führten den Betrieb weiter. Im November 1938 wurde die Firma "arisiert", auch die neben dem Betrieb gelegene "Villa Garbáty", das Wohnhaus der Familie, wurde zwangsverkauft. Josef Garbáty starb 1939 mit 88 Jahren in Berlin. Seine Söhne wanderten in die USA aus.
Josef Garbátys Verbindung zur Jüdischen Gemeinde war eng. Er unterstützte (wie später seine Söhne) zahlreiche jüdische Einrichtungen in Berlin, darunter die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums, das Waisenhaus Pankow (neben dem Firmengelände gelegen) und das Jüdische Krankenhaus. Auch die Ortsgemeinde Pankow hatte regelmäßig Geldspenden erhalten.
Wissen Sie mehr zu diesem Objekt?
Haben Sie vielleicht einen Fehler gefunden?
Schreiben Sie uns: