Waffe eines deutschen Wehrmachtsoldaten mit zugehöriger Scheide

Solinger Waffenfabrik

2007_17_273a
2007/17/273
Alltagskultur
Stahl, Aluminium , Lack, Kunststoff , Leder, Textil
Deutschland, Solingen ca. 1935 - 1939
Sondermaße (Biese, liegend gemessen): 2,8 × 24 × 5,3 cm 38 × 6,5 × 3,5 cm (hier: Dolch einzeln mit Höhe= "Länge"; Scheide u. Biese s. Sonde)
CARL EICKHORN / SOLINGEN [ovales Emblem mit Eichhorn]
Schenkung von Erwin Weinberg
Dolchartiges Messer mit Stahlklinge und dazugehörige Scheide aus schwarz emailliertem Aluminium mit brauner Lederhalterung für den Gürtel und silber-grün gefärbter Biese.

Diese Waffe nahm Erwin Weinberg (geb. 1922) als amerikanischer Soldat einem deutschen Wehrmachtssoldaten und Kriegsgefangenen ab, den er verhörte. Sie gehört zu einer umfangreichen Sammlung von Dokumenten und Fotografien zum Leben von Erwin Weinberg, der aus einer orthodoxen Fuldaer Familie stammte. Im November 1938 wurde er in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt. Da er Ausreisepapiere vorweisen konnte, kam er nach einem Monat frei. Mitte Dezember verließ er das Deutsche Reich in Richtung Großbritannien. Es gelang ihm, seine Familie dorthin nachzuholen. 1940 reisten die Weinbergs in die USA ein. Erwin Weinberg wurde zur US-Air Force eingezogen. Er kam zur Informationsabteilung der strategischen Luftstreitkräfte in Europa. Zunächst war er in Großbritannien und Frankreich stationiert, nach Kriegsende entsandte ihn die Air Force zur Begutachtung von Kriegsschäden nach Deutschland. Ende 1945 kehrte Erwin Weinberg in die USA zurück.

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