Postkarte von Alfred Meyer (1920-1998) an seine Eltern aus Mansfield/Ohio während seiner Reise in die Emigration

Alfred G. Meyer geb. Bielefeld 05.02.1920 gest. Ann Arbor 22.04.1998

2003_197_70a
2003/197/70
Archiv
Postmitteilung
Papier, Tinte, Gummistempel, Briefmarke
Mansfield/Ohio 27. September 1939
9 × 14,1 cm
Schenkung von Vera Meyer
Ansichtspostkarte, Motiv t.s.s. Volendam, gelaufen, handschriftlich.: "Irgendwo in Ohio, vormittags 11h / Liebe Eltern! Heute morgen um 1/4 vor 7 sind wir in Pittsburg [sic] abgefahren, und hier ist erster Stop für 10 Minuten. Die Nacht ging es von N.Y. nach Pittsburg. Heute abend bin ich in Chicago. Wenn man so durch das Land fährt, sieht man, dass America nicht nur aus Wolkenkratzern besteht, sondern aus Bergen, Felsen, Wäldern, kleinen Städten, wie jedes andere Land. Von N.Y. könnte ich lange schreiben, auch von meiner ganzen Reise. Aber was ist das alles belanglos gegenüber dem, was in der Welt vorgeht! Ich denke jede Stunde an Euch, an Hajo und an Rolf. Aber was nützt Euch, wenn an einer an Euch denkt?", auf Bildseite: "Alles in Amercia, aber auch alles ist so ganz anders als in Europa, dass es unmöglich ist zu wissen, wo anzufangem oder zu aufzuhören. Viele Einrichtungen im tägl. Leben sind erstaunlich, anderes wieder ist noch enorm primitiv. Ich habe Milton Dienhofer und Max Franklin besucht. Letzteres war ganz nett, aber kurz, denn es war Geschäftszeit. Bei Dinhofer war ich einen ganzen Nachmittag, und er hat mir einen Film vorgeführt, den er in [...] und auf der Bergtour gedreht hat. Der Vater schenkte mir $ 10,-. Ich könnte sie ihm ja in einigen Jahren wiedergeben. Ich hoffe, in Sta Ana[?] Post von Euch zu haben. Seid ganz herlich gegrüsst. Seid guten Mutes! Um mich macht Euch ja keine Sorgen! Sorgt umso für Euch, soweit das noch geht. In Gedanken immer bei Euch, Euer Ali."

Wissen Sie mehr zu diesem Objekt?
Haben Sie vielleicht einen Fehler gefunden?

Schreiben Sie uns:

Nach oben springen