Serviettenring aus dem Besitz von Ludwig Simon (1880-1962)

Silberwarenfabrik Lazarus Posen Witwe

VAR 97_10_75a
VAR 97/10/75
Judaica/Angewandte Kunst
Silber, gedrückt, graviert, innen vergoldet,
Deutschland ca. 1. Drittel 20. Jhdt.
3,6 × 5 cm, 47 kg
Silbermarken : POSEN / Meistermarke für Lazarus Posen Witwe / 800 / Halbmond und Reichskrone
"LS"
Schenkung von Herbert und Elisabeth Simon
Serviettenring aus dem Besitz von Ludwig Simon mit Monogramm, Kastanienblättern und sich öffnenden Fruchtbechern als Motiv. Der zylindrische Ring enthält umlaufend ein strukturiertes Feld, auf dem sich Blätter und Fruchstand erheben. Oberer und unterer Rand sowie ein schildförmiges Feld, auf dem sich das verschlungene Monogramm befindet, sind glatt poliert.

Die Firma Lazarus Posen Witwe, die diesen Serviettenring herstellte, wurde 1869 von Brendina Wetzlar in Frankfurt am Main gegründet. Sie war die Witwe von Lazarus Jacob Posen, einem Silberschmied und Einzelhändler polnischer Abstammung. Unter der Leitung der Witwe Posens entwickelte sich das Unternehmen zu einem erfolgreichen Lieferanten von Silberwaren mit einem besonderen Schwerpunkt auf jüdischen Ritualgegenständen. Im Jahr 1903 erhielten sie eine königliche Genehmigung und eröffneten ein zweites Geschäft in Berlin. Die Firma war den jüdischen Kunden vertraut, und es überrascht nicht, dass Ludwig Simons Serviettenring von der Firma erworben und höchstwahrscheinlich graviert wurde.

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