Carl von Ossietzky (1889-1938) vor der Strafanstalt Tegel
Lotte Jacobi geb. Thorn, Westpreußen (heute Torun, Polen) 1896 gest. Concord, New Hampshire 1990
2006/188/0
Fotografie auf Silbergelatine-Barytpapier, Kugelschreiber
Berlin 10. Mai 1932
24,7 × 19,8 cm
u.r. Lotte Jacobi (Kugelschreiber)
Berlin - New York, Schriftsteller in den 30er Jahren, fotografiert von Lotte Jacobi, Marbacher Schriften 21, Marbach am Neckar 1982, S. 68/69
Marion Beckers und Elisabeth Moortgat, Atelier Lotte Jacobi Berlin - New York, Das Verborgene Museum, Nicolai Berlin 1997, S. 44
Lotte Jacobi. Menschen von gestern und heute, Fotografische Portraits, Skizzen und Dokumentationen von Lotte Jacobi. Ausstellungskatalog Museum Folkwang Essen, Essen 1973, S. 20
Schwarzweißfotografie, Hochformat.
Herr im Bildvordergrund als Halbfigur aufgenommen. Sein Blick ist nach rechts unten gerichtet. Er trägt einen dunklen Mantel und hält seinen Hut in seiner rechten Hand. Seine linke Hand ist in der Manteltasche. Um ihn herum stehen fünf weitere Pesonen.
Carl von Ossietzky vor der Strafanstalt Tegel; hinter ihm links sein Anwalt Dr. Alfred Apfel, neben ihm rechts Rudolf Olden.
(Marion Beckers und Elisabeth Moortgat, Atelier Lotte Jacobi Berlin - New York, Das Verborgene Museum, Nicolai Berlin 1997, S. 44)
In den Blickpunkt der internationalen Öffentlichkeit geriet Ossietzky durch seine Anklage im so genannten Weltbühne-Prozess. Der Artikel, der zu der Anklage geführt hatte, war bereits im März 1929 erschienen und hatte die verbotene Aufrüstung der Reichswehr aufgedeckt. Ende 1931 wurden Ossietzky und der Flugzeugexperte Walter Kreiser schließlich wegen Verrats militärischer Geheimnisse zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Anders als Kreiser lehnte es Ossietzky jedoch strikt ab, sich dem Gefängnisaufenthalt durch Flucht ins Ausland zu entziehen. So trat von Ossietzky schließlich am 10. Mai 1932 seine Haftstrafe im Gefängnis Berlin-Tegel an.
Herr im Bildvordergrund als Halbfigur aufgenommen. Sein Blick ist nach rechts unten gerichtet. Er trägt einen dunklen Mantel und hält seinen Hut in seiner rechten Hand. Seine linke Hand ist in der Manteltasche. Um ihn herum stehen fünf weitere Pesonen.
Carl von Ossietzky vor der Strafanstalt Tegel; hinter ihm links sein Anwalt Dr. Alfred Apfel, neben ihm rechts Rudolf Olden.
(Marion Beckers und Elisabeth Moortgat, Atelier Lotte Jacobi Berlin - New York, Das Verborgene Museum, Nicolai Berlin 1997, S. 44)
In den Blickpunkt der internationalen Öffentlichkeit geriet Ossietzky durch seine Anklage im so genannten Weltbühne-Prozess. Der Artikel, der zu der Anklage geführt hatte, war bereits im März 1929 erschienen und hatte die verbotene Aufrüstung der Reichswehr aufgedeckt. Ende 1931 wurden Ossietzky und der Flugzeugexperte Walter Kreiser schließlich wegen Verrats militärischer Geheimnisse zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Anders als Kreiser lehnte es Ossietzky jedoch strikt ab, sich dem Gefängnisaufenthalt durch Flucht ins Ausland zu entziehen. So trat von Ossietzky schließlich am 10. Mai 1932 seine Haftstrafe im Gefängnis Berlin-Tegel an.
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