Tora-Schild (Tas)
Silberwarenfabrik Lazarus Posen Witwe, Peter Bruckmann & Söhne (Silberwarenfabrik)
2008/152/0
Silber, galvanisiert; Schildchen vergoldet und graviert
Heilbronn / Frankfurt am Main ca. 1869 - 1930
35 × 24,5 × 1,8 cm, 0,6 kg (H: mit Glöckchen, B: breiteste Stelle)
Vorderseite unten links: "POSEN" / Halbmond, Reichskrone, "800", Adler (Marke für Brückmann & Söhne, Heilbronn)
Meistermarke "POSEN"
Vorderseite im Einschubfach auf Metallplättchen auf hebr. : "Rosch ha-Schana" (Neujahr); Rückseite "Jom Kippur".
Auktionskatalog von Greenstein & Co, 16.Juni 2008, Lot 92. Abb.
Das kartuschenförmige Tora-Schild ist an seiner Oberseite mit einem sechseckigen, ausgefüllten Stern dekoriert, der beidseitig von Roccaillen umgeben ist. Unter dem Stern befindet sich mittig eine Spangenkrone mit einem kugelförmigen Abschluss am oberen Ende. Die Krone wird links und rechts jeweils mit einer Pfote eines steigenden Löwen gehalten. Die zweite Pfote der Löwen hält die Gesetzestafeln mit der Aufzählung der zehn Gebote auf Hebräisch, die sich in der Mitte des Schildes befinden. Unter den Gesetzestafeln ist eine querrechteckige Vorrichtung angebracht zum Einschieben der Metallschildchen, die die Feiertage anzeigen. Es ist nur das Hinweisschildchen für Rosch ha-Schana /Jom Kippur vorhanden (s. Inschrift). Der untere Rand ist, wie die gesamte Umrandung mit Roccaillen verziert und mit drei Glöckchen versehen, wobei die Glocke in der Mitte größer ist als die anderen. (Die linke Glocke wurde ersetzt). Der sichtbare Hintergrund hinter den Löwen und der Krone hat eine gehämmerte Oberfläche. Unterhalb der Krone bis zum unteren Rand ist der Hintergrund mit einem quer angesetzten Karomuster verziert. An der Rückwand im oberen Drittel ist beidseitig eine Kette angebracht.
Dieses Tora-Schild ist ein Beispeil der jüdischen Ritualgegenstände die von der Frankfurter Firma Lazarus Posen Wwe. hergestellt und verkauft wurden. Die Firma wurde 1869 von Brendina Wetzlar, der Witwe des Silberschmieds Lazarus Jacob Posen gegründet und über drei Generationen erfolgreich in Familienbesitz weitergeführt. Teilweise ließ die Firma ihre Modelle bei der Silbermanufaktur P. Bruckmann u. Söhne in Heilbronn fertigen, wie in diesem Fall.
Da die Provenienz dieses Tora-Schilds zwischen 1933 und 1945 Lücken aufweist, ist das Jüdische Museum Berlin bemüht diese durch gezielte Recherchen aufzuklären.
Dieses Tora-Schild ist ein Beispeil der jüdischen Ritualgegenstände die von der Frankfurter Firma Lazarus Posen Wwe. hergestellt und verkauft wurden. Die Firma wurde 1869 von Brendina Wetzlar, der Witwe des Silberschmieds Lazarus Jacob Posen gegründet und über drei Generationen erfolgreich in Familienbesitz weitergeführt. Teilweise ließ die Firma ihre Modelle bei der Silbermanufaktur P. Bruckmann u. Söhne in Heilbronn fertigen, wie in diesem Fall.
Da die Provenienz dieses Tora-Schilds zwischen 1933 und 1945 Lücken aufweist, ist das Jüdische Museum Berlin bemüht diese durch gezielte Recherchen aufzuklären.
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