Sammlung Familie Scheuer
Konvolut/0007
Tschechien, Polen, Sowjetunion, Berlin u.a. ca. 1920 - 2003
Schenkung von Dr. Leo Scheuer
- Sammeldatensatz: Sammlung Familie Scheuer;
- Sammeldatensatz: Sammlung Familie Scheuer;
- Sammeldatensatz: Sammlung Familie Scheuer (Addenda);
- Sammeldatensatz: Graphiken und Gemälde der Künstlerin Irma Scheuer (1927-2000);
- Sammeldatensatz: Graphiken und Gemälde der Künstlerin Irma Scheuer (1927-2000);
- Sammeldatensatz: Sammlung Familie Scheuer (Addenda)
- 4. Oberschule Berlin-Buch;
- Accademia d'Europa di Lettre Scienze ed Arti, Neapel;
- Amalie Scheuer;
- Bezirksamt Berlin-Prenzlauer Berg;
- Bezirksamt Cernigov;
- Botschaft der UdSSR in der DDR (Konsularabteilung);
- Bucher Bote, Berlin-Buch;
- Bundesfinanzministerium;
- Charité Berlin;
- Clauß;
- Deutsche Außenhandelsbank AG;
- Deutsche Universität Prag;
- Deutsches Staats-Reform-Realgymnasium, Neu-Oderberg;
- Dorfsowjet Warkowicze;
- Erweiterte Oberschule Heinrich Schliemann, Berlin;
- Erweiterte Oberschule Käthe Kollwitz, Berlin;
- Exekutivkomitee des Osinsker Bezirksowjets der Deputierten der Werktätigen in der Oblast Molotowskaj;
- Exekutivkomitee des Rayonsowjets der Werktätigendeputierten Gaissin;
- Fachkrankenhaus für Lungenheilkunde und Thoraxchirurgie, Berlin;
- Fallek;
- Forschungsinstitut für Tuberkulose und Lungenkrankheiten, Berlin-Buch;
- Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB);
- Frontkrankenhaus Nr. 5940;
- Gebietskommissar in Dubno;
- Gewerkschaft Unterricht und Erziehung im FDGB;
- Gustav Pickroth;
- Günther Wieland;
- Haus der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft;
- Haus der Offiziere in Berlin;
- Haus der Sowjetischen Wissenschaft und Kultur;
- Heinrich Paschke;
- Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst Berlin, Berlin-Weißensee;
- Hospital Nr. 3946;
- Humboldt-Universität zu Berlin;
- Intertext (Fremdsprachendienst der DDR);
- Irma Scheuer;
- Israelitisches Matrikelamt Podgorze;
- Joseph Addison;
- Jüdische Gemeinde zu Berlin;
- Kunsthochschule Berlin, Berlin-Weißensee;
- Landkrankenhaus Warkowicze;
- Lazarett der Dienststelle 22120;
- Leo Scheuer;
- Leonid Breschnew;
- Magistrat Kraków;
- Magistrat von Berlin / Magistrat von Groß-Berlin;
- Ministerium der DDR für Gesundheitswesen (Abteilung Kader);
- Ministerrat der DDR;
- Mittelschule Ossa;
- Nationale Front der DDR;
- Notariat Pankow, Berlin-Pankow;
- Oberschule Berlin-Pankow;
- Oberschule Nr. 10, Jalta;
- Paul Steinbrück;
- Pfarrei San Donato, Benevento;
- Polytechnische Oberschule Dr. Theodor Neubauer, Berlin-Prenzlauer Berg;
- Polytechnische Schule Nr. 2, Gaissin;
- Rat des Stadtbezirkes Pankow (Abteilung Volksbildung);
- Rosa Scheuer-Karpin;
- Sanatorium Dolossy, Jalta;
- Sanatorium Vladinsk;
- Schule Nr. 3-5, Gaissin;
- Sowjetisches Bildungsministerium;
- Staatliches Bezirksarchiv Prag;
- Staatliches Lehrerinstitut, Winnitza;
- Staatliches Pädagogisches Fremdspracheninstitut für Französische Sprache, Odessa;
- Stadtplanungsbehörde Karviná;
- Stadtverwaltung Frystát;
- Stadtverwaltung Warkowicze;
- Standesamt Gaissin;
- Städtisches Klinikum Berlin-Buch;
- Tschechoslowakisches Innenministerium;
- Tuberkulosefürsorgestelle Gaissin;
- Tuberkulosekrankenhaus Gaissin;
- Tuberkulosekrankenhaus Warkowicze;
- Universität Berlin;
- Universität Prag;
- Verband Bildender Künstler der DDR (Bezirk Berlin);
- W. Turnowsky Ltd.;
- Woiwodschaft Schlesien;
- Wolnjansker Maschinenbaufabrik;
- Yad Vashem;
- ZK der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU);
- kleine galerie pankow, Berlin;
- Židovské muzeum v Praze
- Bełżec;
- Benevento;
- Berlin;
- Berlin-Buch (Ortsteil);
- Berlin-Pankow (Ortsteil);
- Berlin-Prenzlauer Berg (Ortsteil);
- Berlin-Weißensee (Ortsteil);
- Bonn;
- Charkiw;
- Dubno;
- Frankfurt am Main;
- Hajssyn;
- Jalta;
- Jerusalem;
- Karviná;
- Katowice;
- Kraków;
- Leipzig;
- Meiningen;
- Neapel;
- Nový Bohumín;
- Odessa;
- Offenbach am Main;
- Ossa;
- Podgórze;
- Polen;
- Prag;
- Sowjetunion;
- Tel Aviv;
- Tschernihiw;
- Varkovichi;
- Winnitza;
- Wrocław
Die Sammlung enthält Dokumente, Fotografien, dreidimensionale Objekte, Kunstwerke, Bücher und AV-Medien zu dem Ehepaar Leo Scheuer (1909-2002) und Irma geb. Wolfenhagen (1927-2000) sowie zu Scheuers Schwester Rosa Scheuer-Karpin (1912-2013). Die Scheuers stammten aus Galizien, lebten aber vor Beginn des Zweiten Weltkrieges in der Tschechoslowakei. Während Rosa Scheuer-Karpin 1939 nach England emigrieren konnte, flüchtete Leo Scheuer vor der deutschen Wehrmacht ostwärts in die Sowjetunion. Nach dem Überfall 1941 kam er ins Ghetto, konnte aber fliehen und untertauchen. Er überlebte in einem Versteck in einem Erdstollen. Zur Sammlung gehören Eidesstattliche Versicherungen, die sein Schicksal in der Zeit der Illegalität dokumentieren. Mit seinen ukrainischen Rettern, die als "Gerechte unter den Völkern" anerkannt wurden, blieb Leo Scheuer Zeit seines Lebens befreundet, wie die Korrespondenz belegt. Leo Scheuer und seine Schwester Rosa Scheuer-Karpin waren Mediziner*innen, von beiden sind zahlreiche Ausbildungs- und Berufsdokumente überliefert. Rosa Scheuer-Karpin wirkte von 1946 bis 1970 in der DDR, während Leo Scheuer bis 1965 als Arzt in der Sowjetunion tätig war und nach seiner Übersiedlung in die DDR bis zu seinem Ruhestand 1972 in Berlin-Ost. Beide erlebten in ihrem Berufsleben antisemitische Anfeindungen durch Kolleginnen/Kollegen, wie in der Sammlung dokumentiert ist. Von Scheuers Ehefrau Irma sind ebenfalls Berufspapiere enthalten: Sie arbeitete in der Sowjetunion und in der DDR als Lehrerin. Zur Sammlung gehören auch mehrere Kunstwerke, die sie geschaffen hat, und Bücher, die sie geschrieben und teilweise illustriert hat. Bei den dreidimensionalen Objekten sind insbesondere eine Decke sowie der Gebetsmantel und die Gebetsriemen zu nennen, die Leo Scheuer 1942-1944 bei sich im Versteck hatte.
Wissen Sie mehr zu diesem Objekt?
Haben Sie vielleicht einen Fehler gefunden?
Schreiben Sie uns: