Sammlung Familien Kaufmann / Nathan / Bernheim / Kiefe

Konvolut/0527
Familiensammlung
Baisingen, Basel, Frankfurt/M., Stuttgart, Ulm, Zürich ca. 1835 - 2017
Schenkung von Andrea Bertschi-Kaufmann, Claudia Kaufmann und Theodor Kaufmann
Die Sammlung zu den Familien Kaufmann / Nathan / Bernheim / Kiefe erstreckt sich zeitlich über zwei Jahrhunderte und umfasst fünf Generationen. Geografisch betrifft sie den süddeutschen Raum, insbesondere Württemberg, aber auch die Schweiz. Neben Dokumente und Fotografien enthält sie auch einige Judaica-Objekte. Sie. Überliefert sind Personenstandsurkunden und Jahrzeittafeln sowie Trauerreden zum Tode verschiedener Familienangehöriger. Die ältesten Dokumente sind Chaliza-Briefe von 1835 und 1865, Heiratsverträge von 1840/41, die so genannte Megillat Baisingen, in der über das Pogrom 1848 im württembergischen Baisingen berichtet wird, eine Spendenbescheinigung an die Chevra Kadischa Ichenhausen von 1872 und eine synagogale Konfirmationsurkunde aus dem Jahr 1889. Darüber hinaus ist Korrespondenz zwischen Familienmitgliedern erhalten. Zum Militärdienst im Ersten Weltkrieg sind ein Kriegstagebuch und mehrere Feldpostbriefe überliefert. Zum Jüdischen Sportverein Schild ist eine Urkunde von 1937 in der Sammlung enthalten. Die Diskriminierung und Verfolgung in der NS-Zeit sind dokumentiert durch ein Beschäftigungsverbot einer (nichtjüdischen) Hausangestellte 1935, die Streichung aus dem Wählerverzeichnis und die Veröffentlichung der Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft im Reichsanzeiger. Neben Familienfotografien gehören zwei Fotoalben zur Sammlung, von dem das erste im Exil in der Schweiz in den Jahren 1938 bis 1941 entstand und Fotos von Ausflügen enthält, und das andere Porträts von Familienangehörigen von ca. 1870 bis 1910. Als Judaica-Objekte sind ein Seder-Teller von 1853, eine Ester-Rolle, eine Mesusa und eine Besamin-Büchse enthalten.

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