Sowjetische Medaille "30. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg 1941-1945" für Solomon Korobtschinski (1900-1985)

B0073602.tif
2019/194/3
Alltagskultur
Messing vergoldet, Ripsband, Broschierung Aluminium
Sowjetunion 1975
9 × 5 cm (Maße mit Band)
"1945-/-1975"
Schenkung von Alla Donkhina
Goldfarbene Medaille mit rot-orange-schwarz-grün gestreiftem Band, montiert auf einer pentagonalen Spange.
Auf der Vorderseite ist auf der rechten Bildhälfte die Mutter-Heimat-Statue aus Wolgograd im Kniestück dargestellt. Hinter ihr geht ein Feuerwerk auf. Links sind unter einem fünfeckigen Stern die Jahreszahlen des Jubiläums vermerkt. Über den linken unteren Rand umfassen zwei Lorbeerzweige die Komposition.
Auf der Rückseite sind unter einer mehrzeiligen Inschrift in kyrillischer Schrift am unteren Rand Hammer und Sichel und ein Schleifenband abgebildet.

Die Medaille wurde zum 30-jährigen Jubiläum der sowjetischen Streitkräfte am 24. April 1975 an militärische und zivile Personen verliehen, die in den sowjetischen Streitkräften am Sieg 1945 beteiligt waren.
Die Medaille wurde 1975 an Solomon Korobtschinski verliehen. Im Jahr 1941 wurde Solomon Korobtschinski mit seiner Familie in ein Konzentrationslager (Name unbekannt) in Rumänien gebracht. Nach der Befreiung des Lagers durch sowjetische Truppen wurde er zur Armee eingezogen und kämpfte im Zweiten Weltkrieg. Seine Medaille wurde von seinem Sohn Ernest Korobtschinski als Erinnerungsstück nach Deutschland mitgebracht, als er 1993 von Russland nach Deutschland auswanderte. Im Rahmen des partizipativen Sammlungsprojekts "Objekttage", das am 12.02.2017 in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Dresden stattfand, brachte seine Witwe Alla Donkhina die Medaille mit.

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