Sammlung Sonja Okun

Konvolut/0548
Familiensammlung
Hamburg, Berlin, New York u.a. 1916 - 1998
Carmen Renate Köper: „Das kurze Leben der Sonja Okun – Geliebt – verlassen – vernichtet“, Frankfurt am Main: Brandes & Apsel Verlag, 2007. Stolperstein: Meiningenallee 7, Berlin-Westend, verlegt: 2013.
Schenkung von Carmen Renate Köper
Die Sammlung enthält Dokumente und Fotografien von Sonja Okun (1899-1944), die aus Minsk stammte, in Hamburg aufwuchs und 1923 als junge Frau nach Berlin ging, wo sie in Künstlerkreisen verkehrte und von Ende der 1930er Jahre bis zu ihrer Deportation in der Jugend-Alija arbeitete. Den überwiegenden Teil der Sammlung nehmen Briefe von Sonja Okun an ihre Eltern und Freunde aus der Zeit des Nationalsozialismus ein, sowie Briefe von Freunden Sonja Okuns aus der Nachkriegszeit, die auf sie Bezug nehmen. In der Korrespondenz tauchen Personen aus dem Berliner Kunstleben der 1920er und 1930er Jahre auf, wie Erich Engel, Johanna Hofer, Fritz Kortner, Paul und Hilde Hamann und Arno Nadel, sowie Persönlichkeiten aus dem jüdischen Leben und der Jugend-Alija, etwa Leo Baeck, Paul und Hedwig Eppstein, Jizchak Schwersenz und Miriam Warburg. Zudem vermitteln sie ein eindrückliches Bild der Person Sonja Okun, die aus Verbundenheit zu ihrer Arbeit für die jüdische Jugend den rettenden Ausweg der Emigration ausschlug und 1944 ermordet wurde.

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