Sammlung Marianne Golz-Goldlust

Konvolut/0554
Familiensammlung
Berlin, Prag, Wien, u.a. ca. 1870 - 2010
Schenkung von Ronald Golz
Die Sammlung enthält Dokumente und Fotografien von Marianne Golz-Goldlust (1895-1943), einer Opernsängerin aus Wien, die 1943 in Prag von den deutschen Besatzern hingerichtet wurde, weil sie Jüdinnen und Juden zur Flucht verholfen hatte. Marianne Golz-Goldlust, selbst nicht-jüdisch, war 1933 mit ihrem jüdischen Ehemann Hans Golz-Goldlust von Berlin nach Prag emigriert. Während sie auch nach der Besetzung der Tschechoslowakei in Prag verblieb, konnte ihr Ehemann nach England fliehen und überlebte den Holocaust. Neben Lebensdokumenten zu Marianne Golz-Goldlust und Familienangehörigen sind in der Sammlung Kassiber enthalten, die sie 1943 im Prager Gefängnis Pankràc an ihre Schwester in Wien und einen Mithäftling schrieb. Einen weiteren Teil des Bestandes machen Materialien aus, die Ronnie Golz, der Sohn von Hans Gold-Goldlust aus dessen zweiter Ehe, zusammentrug, als er in den 1980er Jahren begann, die Geschichte der ersten Frau seines Vaters zu recherchieren.

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