Kopie eines Schreibens des Personalbüros der I.G. Farbenindustrie AG an Siegmund Riese (1891-1942)
2020/158/0
Fotokopie, Papier
Berlin-Lichtenberg 15. April 1942
29,6 × 21 cm
Fotokopie, maschinenschriftlich
Kopie eines Schreibens des Personalbüros der I.G. Farbenindustrie AG an Siegmund Riese vom 15.04.1942. Bei der Ansprache wird der Zwangsname "Israel" verwendet. Der kurze Inhalt wird nachfolgend vollständig zitiert:
"Gemäß Abschnitt X[...] unserer Betriebsordnung erlegen wir Ihnen eine Geldbuße in Höhe von RM 3,- auf, weil sie Am Mittwoch, den 08.April 1942 unberechtigterweise den Arierabort benutzt haben.
Die Geldbuße wird bei der nächsten Lohzahlung einbehalten und von uns an die NSV abgeführt.
I.G. Farbenindustrie Aktiengesellschaft
[Unterschrift]"
Siegmund Riese zuletzt bekannte Wohnadresse ist in der Krausnickstr. 17, bei dieser Adresse waren zur Volkszählung 1939 26 Juden und Jüdinnen gemeldet. Riese musste bei den Aceta-Werken der IG-Farben in Berlin-Lichtenberg Zwangsarbeit verrichten. Er war dort in der Spinnerei und hatte die Personalnummer 6112. Er wurde am 15.08.1942 nach Riga deportiert und drei Tage später, am 18.08.1942, in den umliegenden Wäldern erschossen.
Kopie eines Schreibens des Personalbüros der I.G. Farbenindustrie AG an Siegmund Riese vom 15.04.1942. Bei der Ansprache wird der Zwangsname "Israel" verwendet. Der kurze Inhalt wird nachfolgend vollständig zitiert:
"Gemäß Abschnitt X[...] unserer Betriebsordnung erlegen wir Ihnen eine Geldbuße in Höhe von RM 3,- auf, weil sie Am Mittwoch, den 08.April 1942 unberechtigterweise den Arierabort benutzt haben.
Die Geldbuße wird bei der nächsten Lohzahlung einbehalten und von uns an die NSV abgeführt.
I.G. Farbenindustrie Aktiengesellschaft
[Unterschrift]"
Siegmund Riese zuletzt bekannte Wohnadresse ist in der Krausnickstr. 17, bei dieser Adresse waren zur Volkszählung 1939 26 Juden und Jüdinnen gemeldet. Riese musste bei den Aceta-Werken der IG-Farben in Berlin-Lichtenberg Zwangsarbeit verrichten. Er war dort in der Spinnerei und hatte die Personalnummer 6112. Er wurde am 15.08.1942 nach Riga deportiert und drei Tage später, am 18.08.1942, in den umliegenden Wäldern erschossen.
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