Sammlung Familie Kochmann

Konvolut/0608
Familiensammlung
Großbritannien, Berlin u.a. ca. 1925-1964
Haire, David & Jack Tully Jackson: Whittingehame Farm School, in: East Lothian at War, 2020, https://eastlothianatwar.co.uk/Whittingehame%20Farm%20School.html (zuletzt abgerufen: 14.11.2023). Jochem, Gerhard (ed.): Ruth Matsson. Remembering Migration, in: rijo, 2008, http://www.rijo.homepage.t-online.de/pdf/EN_EU_JU_matsson.pdf (zuletzt abgerufen: 14.11.2023).
Schenkung von Matilda Matsson
Die Sammlung enthält Dokumente und Fotografien aus dem Nachlass der Schwestern Ruth Friederike Kochmann (1920-nach 2008) und Eva Kochmann (1923-?), die ihre Kindheit in Cottbus und Berlin verbrachten, bevor sie 1939 separat voneinander nach Großbritannien emigrierten: Ruth zum Zwecke der Krankenschwesterausbildung in Südengland, Eva mit dem Kindertransport nach Schottland zur Home Farm School Whittingehame. Während Eva sich wenige Jahre später ebenfalls für den Beruf als Krankenschwester entschied und in Großbritannien blieb, wanderte Ruth in den Nachkriegsjahren nach Schweden aus. Der Bestand setzt sich neben Zeugnissen und Bescheinigungen aus Schule, Ausbildung und Beruf vor allem aus Unterlagen zur Emigration und zum Aufenthalt in Großbritannien sowie aus persönlichem Schriftgut aus Schulzeiten zusammen. Geprägt wird die Sammlung jedoch hauptsächlich vom umfangreichen Briefkonvolut der beiden Schwestern, die in den Jahren 1939 bis 1941 nicht nur untereinander viel kommunizierten, sondern in besonderem Maße auch mit ihrer Mutter Margarethe Simon geb. Steiner verw. Kochmann in Berlin. Darüber hinaus standen sie in Kontakt mit weiteren Verwandten und Freundinnen und Freunden in Berlin, Antwerpen, New York, Schlesien, Polen, Großbritannien, Kanada und Palästina. Die Gesamtlaufzeit des Briefkonvoluts beläuft sich auf die Jahre ca. 1935-1964. Behandelt werden vor allem familiäre Angelegenheiten, aktuelle Lebensumstände und Emigrationsbestrebungen. Die im Bestand enthaltenen Fotografien sind fast vollständig Ruth Kochmann zuzuordnen und bilden neben ihrer Kindheit in Cottbus auch Jugendfreundinnen und -freunden aus der Berliner Zeit sowie Verwandte ab. Die Zeit nach der Emigration ist weniger ausführlich bebildert, gibt jedoch Einblicke in ihr Umfeld als Krankenschwester in Großbritannien.

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