Chanukka-Leuchter
Ludwig Yehuda Wolpert geb. Hildesheim 1900 gest. New York City 1981
2021/136/0
Messing, gegossen, patiniert
Frankfurt/Main 1924
34 × 38 × 8 cm
am Fuß: "L.Wolpert 1924"
https://www.jmberlin.de/objekt-chanukka-leuchter-wolpert
Ankauf mit Unterstützung der Freunde des Jüdischen Museums Berlin
Aus einem hexagonalen, ansteigenden Fuß steigt ein sich verjüngender hexagonaler flacher Schaft auf, der in zwei kleinen übereinanderliegenden Dreiecken endet, in die das Dienerlicht eingesteckt wird. Sie gehen in ein breites flaches Dreieck über, auf dem die schalenähnlichen, ebenfalls hexagonalen Kerzenhalter aufgereiht sind. Die äußeren sind jeweils mit einer kleinen Tülle versehen, die nach außen zeigen, während die beiden mittleren Schalen zwei Tüllen haben, die nach außen wie nach innen zeigen.
Der an den Expressionismus erinnernde Leuchter wurde von Ludwig Yehuda Wolpert (1900-1981) geschaffen. Wolpert hatte von 1916 bis 1920 Bildhauerei an der Kunstgewerbeschule in Frankfurt am Main Bildhauerei studiert. Leiter der Frankfurter Kunstschule war zu Wolperts Zeit Christian Dell, zuvor Meister der Form an der Bauhaus-Schule. Dell brachte die innovativen Ideen und Arbeitsmethoden der Bauhaus-Schule mit. Wolpert machte sich den modernistischen Stil zu eigen. Von 1925 bis 1928 sammelte er Erfahrungen in der Werkstatt von Leo Horovitz, einem Silberschmied, der sowohl weltliche als auch jüdische Zeremonialgegenstände herstellte. 1933 wanderte Wolpert nach Palästina aus und unterrichtete ab 1935 an der Bezalel Akademie für Kunst und Design in Jerusalem. Er wurde zu einem der einflussreichsten Designer jüdischer Zeremonialgegenstände des 20. Jahrhunderts.
Der an den Expressionismus erinnernde Leuchter wurde von Ludwig Yehuda Wolpert (1900-1981) geschaffen. Wolpert hatte von 1916 bis 1920 Bildhauerei an der Kunstgewerbeschule in Frankfurt am Main Bildhauerei studiert. Leiter der Frankfurter Kunstschule war zu Wolperts Zeit Christian Dell, zuvor Meister der Form an der Bauhaus-Schule. Dell brachte die innovativen Ideen und Arbeitsmethoden der Bauhaus-Schule mit. Wolpert machte sich den modernistischen Stil zu eigen. Von 1925 bis 1928 sammelte er Erfahrungen in der Werkstatt von Leo Horovitz, einem Silberschmied, der sowohl weltliche als auch jüdische Zeremonialgegenstände herstellte. 1933 wanderte Wolpert nach Palästina aus und unterrichtete ab 1935 an der Bezalel Akademie für Kunst und Design in Jerusalem. Er wurde zu einem der einflussreichsten Designer jüdischer Zeremonialgegenstände des 20. Jahrhunderts.
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