Sammlung Isidor Wolff

Konvolut/0644
Familiensammlung
Berlin, Minneapolis u.a. ca. 1908 - 2014
Schenkung von Amy Wolff und Ruth Wolf
Die Sammlung enthält Dokumente und Fotografien von Isidor Wolff (später Edward Wolf), der 1928 in Berlin unehelich zur Welt kam, seine Kindheit und Jugend im Waisenhaus und bei den Pflegeeltern Fritz und Regina Rohde verbrachte, die Zeit des Nationalsozialismus als Zwangsarbeiter im Jüdischen Krankenhaus in Berlin überlebte und nach dem Krieg in die USA auswanderte, wo er 2020 verstarb. Im Bestand enthalten sind Personenstandsurkunden, Dokumente aus der Nachkriegszeit, die Isidor Wolffs Aufenthalt in verschiedenen DP-Camps beleuchten, Berufsdokumente sowie Unterlagen zu seiner Mitte der 1950er Jahre beantragten Entschädigung. Besonders hervorzuheben ist ein Konvolut von Briefen, die Wolff zwischen 1951 und 1963 von seinen Pflegeeltern aus Ost-Berlin erhielt. In diesen Briefen kommen neben persönlichen Dingen die veränderten Lebensumstände nach dem Krieg und der Gründung der DDR zum Ausdruck und es gibt einige Hinweise auf das jüdische Gemeindeleben in Ost-Berlin. Weitere Briefe an Edward Wolf in den USA stammen von Max Lobatz aus Leipzig, der als Neffe Regina Rohdes mit ihr in engem Kontakt stand. Enthalten sind zudem Fotografien von Isidor Wolff und Familienmitgliedern, sowie Interviews über seine Zeit in Deutschland und die Aufnahmen eines von ihm gesungenen und auf der Mundharmonika gespielten Liedes, das die Emigration der deutschen Juden zum Thema hat.

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