Umschlag von "Eddy's TV Service"

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2021/109/140
Alltagskultur
Kunststoff
Minneapolis ca. 1970 - 1990
8,3 x 15,7 x 0,6 cm
eingeprägt: "Eddy's TV Service"
Schenkung von Amy Wolff und Ruth Wolf
Dunkelrote Kunststoffmappe.

"Eddy's TV Service" war ein Reparaturservice für Fernseher und Radios von Edward Wolf (früher Isidor Wolff), der aus Berlin stammte, hier die NS-Zeit als Zwangsarbeiter im Jüdischen Krankenhaus überlebt hatte und 1950 in die USA ausgewandert war.

Isidor Wolff kam 1942 in das Jüdische Krankenhaus in der Iranischen Straße und wurde hier zur Zwangsarbeit verpflichtet. Der Elektriker des Hauses, ein Jude, der durch seine Ehe mit einer „Arierin“ vor der Deportation geschützt war, nahm sich des Jungen an. Isidor Wolff arbeitete bis zum Ende des Krieges als Hilfsarbeiter des Elektrikers und erlebte die Befreiung im Jüdischen Krankenhaus. Da Isidor aufgrund der antijüdischen Gesetzgebungen keine Ausbildung machen konnte, war die Zeit der Zwangsarbeit und was er bei dem Elektriker dort gelernt hatte, sein berufliches Startkapital, als er nach dem Krieg in die USA auswanderte und eine Elektrikhandel eröffnete.

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