Sammlung Erika Freundlich

Konvolut/0760
Familiensammlung
ca. 1925-2010
Jüdisches Museum Berlin, Sammlung Inge Freundlich
Schenkung von Erika Estis geb. Freundlich
Die Sammlung enthält Dokumente, Fotografien und Objekte von Erika Freundlich (verh. Estis), die 1922 in Hamburg geboren wurde und 1938 mit einem Kindertransport nach England floh. Neben einigen Ausbildungsdokumenten von der Jüdischen Mädchenschule in Hamburg und der englischen Schule, die sie nach der Emigration besuchte, ist eine umfangreiche Korrespondenz vor allem der Eltern aus dem Zeitraum Dezember 1938 bis Januar 1940 im Bestand überliefert. In den fast täglich verfassten Briefen und Postkarten spiegeln sich die Sorge der Eltern um ihre Tochter wider, sowie der Wunsch auf ein baldiges Wiedersehen. Sie reflektieren ausführlich die Schilderungen der Tochter aus den von ihr erhaltenen Briefen und geben damit auch ein Bild davon, wie es Erika Freundlich in England erging. Daneben erwähnen sie eigene Erlebnisse in ihrem Hamburger Alltag wie das Zusammentreffen mit Verwandten und Freunden und das Feiern religiöser Feste. Vor allem der Vater spricht mehrfach davon, wie wichtig ihm ist, dass Erika in England in einem jüdischen Umfeld heranwächst und ihrer Kultur und Religion verbunden bleibt. Erwähnt werden in den Briefen auch Erikas drei Halbschwestern, die sich ebenfalls im Ausland befinden und mit den Eltern über Briefe korrespondieren. Die Fotografien und Objekte im Bestand stammen aus der Schulzeit von Erika Freundlich: Zwei Fotografien, die sie als Schülerin in Deutschland und England zeigen, sowie ein Sporttrikot und ein Federmäppchen aus ihrer Zeit in der Mädchenschule der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Hamburg.

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