Sammlung Familien Rosenthal / Behrend

Konvolut/187/0
Familiensammlung
Berlin, Chemnitz, Königstein/T., München ca. 1908 - 1940
Schenkung von Karin und Steve Rosenthal
Die Sammlung umfasst Dokumente, Fotografien und zwei Objekte zu dem Augenarzt Ernst Rosenthal (1898-1971) und seiner Ehefrau Margot geb. Behrend (1913-2010), die bis 1936 in Chemnitz lebten. Neben einigen Unterlagen zur Ausbildung und zum Beruf von Ernst Rosenthal ist seine Diskriminierung und Verfolgung in der NS-Zeit dokumentiert: 1933 verlor er die Kassenzulassung, sein Einspruch beim Reichsarbeitsministerium wurde abgelehnt. Belegt ist auch, dass er im Mai 1933 in "Schutzhaft" war, nachdem er an einem Fachkongress in Madrid teilgenommen hatte. Umfangreich sind die Emigrationspapiere, die die Auswanderung des Ehepaares in die USA 1936 dokumentieren. Hervorzuheben ist das Abschiedsgeschenk eines befreundeten Ehepaares, das ein Album mit Collagen als "Knigge" für das Leben in den USA gestaltete. Auch der Militärdienst von Ernst Rosenthal im Ersten Weltkrieg lässt sich anhand seines Militärpasses und einiger Fotos sowie seines Ehrenkreuzes für Frontkämpfer nachvollziehen. Zur Sammlung gehören auch zahlreiche Fotos, die seine Mitgliedschaft in der Akademisch-wissenschaftlichen Vereinigung VEDA zeigen.
Weitere Dokumente und Fotografien betreffen Alfred Behrend (1883-1947) und seine Ehefrau Irma geb. Lippmann (1888-1978), die in Dresden lebten, von wo aus sie 1939 nach Bolivien und 1940 in die USA emigrierten. Zwei 8-mm-Filme, die ebenfalls zur Sammlung gehören, zeigen Impressionen aus Dresden und aus Bolivien. Überliefert ist außerdem eine umfangreiche Korrespondenz, die Irma Behrend während des Ersten Weltkrieges mit ihrem eingezogenen Ehemann führte sowie Briefe von ihren beiden Schwestern Erna Weinmann und Alice Posnansky.

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