Kiddusch-Becher
2012/263/0
Silber; getrieben,punziert, teilvergoldet
Augsburg 1673 - 1682
9,8 × 7,5 cm
BZ: "Pinienzapfen" (Seling, S. 40-48); MZ: "Vogel" (Seling, Nr. 1716), darunter Tremulierstrich
Zu den Marken:
Helmut Seling, Die Kunst der Augsburger Gold- und Silberschmiede. 1529-1868, Bd. 3. Meister, Marken, Werke, München 2007, S. 40-48.
Zu Vergleichsobjekten:
Heuberger, Georg: Pracht der Gebote. Die Judaica-Sammlung des Jüdischen Museums Frankfurt am Main, Frankfurt am Main, S. 170-171.
Der Becher, ein so genannter Schwitzbecher, hat eine runde Basis und ist zylinderförmig gestaltet. Die gerade Wandung verbreitert sich dezent nach oben. Der obere Lippenrand ist leicht nach außen gewölbt. Der Becher ist durch drei horizontale, vertiefte Linien auf der Außenwandung gegliedert. Auf die unterste Linie, die sich ca. 0,5 cm oberhalb der Basis befindet, folgt eine weitere Linie im oberen Viertel des Bechers und eine dritte unmittelbar unterhalb des Lippenrandes. Der mittlere Hauptanteil der Außenwandung zwischen der unteren und mittleren Linie ist mit einem gepunzten Schlangenhautdekor versehen. Die restlichen Flächen der Wandung sind glatt gestaltet, am unteren und oberen Ende lassen sich dort noch Reste einer Vergoldung erkennen.
Die Form des Schwitzbechers war seit dem 17. Jahrhundert weit verbreitet und wurde im jüdischen Kontext, wie in diesem Fall, nicht selten als Kiddusch-Becher benutzt.
In der Sammlung des Jüdischen Museums Berlin befindet sich ein weiterer Schwitzbecher, der um 1690 von dem Strassburger Silberschmied Johann Georg Burger hergestellt wurde.
Die Form des Schwitzbechers war seit dem 17. Jahrhundert weit verbreitet und wurde im jüdischen Kontext, wie in diesem Fall, nicht selten als Kiddusch-Becher benutzt.
In der Sammlung des Jüdischen Museums Berlin befindet sich ein weiterer Schwitzbecher, der um 1690 von dem Strassburger Silberschmied Johann Georg Burger hergestellt wurde.
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