Sammlung Familie Borchardt

Konvolut/0111
Familiensammlung
Berlin, Potsdam u.a. 1756 - 1915
Schenkung von Dr. Walter Borchardt-Ott und Ruth Jarecki geb. Borchardt-Ott
Die Sammlung umfasst Dokumente zu dem Berliner Kaufmann Moritz (Mendel) Borchardt (1781-1866). Überliefert sind mehrere Lebensdokumente, die den Erwerb der preußischen Staatsbürgerschaft infolge des Emanzipationsedikts von 1812 betreffen. Die gewährte Gewerbefreiheit spiegelt sich in einem von der Kurmärkischen Regierung 1814 ausgestellten Gewerbeschein wider. Moritz Borchardt, der nach der Besetzung Berlins durch Napoleon die französischen Truppen belieferte, unterhielt später während der so genannten Befreiungskriege geschäftliche Kontakte zum preußischen Heer. Eine Sammlung von Reisepässen aus den Jahren 1808 bis 1845 legt Zeugnis ab von seinen ausgedehnten Handelsreisen, die ihn u. a. in das Hauptquartier des preußischen Feldmarschalls von Blücher nach Frankreich führten. Umfangreicher Bestandteil der Sammlung ist weiterhin die Korrespondenz, die er vor und nach seiner Eheschließung 1813 mit seiner ersten Ehefrau Emma Borchardt geb. Hellborn führte. Einige Dokumente beschreiben auch seine Wohltätigkeit für die armen Bevölkerungsschichten. Die Sammlung beinhalt außerdem einzelne Dokumente zum Leben seines Sohnes, des Mathematikers Carl Wilhelm Borchardt (1817-1880). Überliefert ist insbesondere dessen Korrespondenz mit seiner Ehefrau Rosa Borchardt geb. Oppenheim.

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