Sammlung Samuel Steinfeld

Konvolut/0250
Archiv
Familiensammlung
Deblin, Dresden, Berlin ca. 1920 - 1986
Schenkung von Mirjam Trökes
Die Sammlung enthält Dokumente und Fotografien zu Samuel Steinfeld (1911-1987). Der Großteil stammt aus der Nachkriegszeit, während einige Familienfotografien bis in die 1920er Jahre zurückreichen. Nach seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager und seiner Zeit im DP-Camp Schlachtensee versuchte der staatenlos gewordene Steinfeld, dessen nächste Familienangehörige im Holocaust ermordet worden waren, im Berufsleben wieder Tritt zu fassen. Zusammen mit Ignatz Bubis war er in Dresden und auch in der Vier-Sektoren-Stadt Berlin als Kaufmann tätig. Neben Berufspapieren sind auch Dokumente überliefert, die im Zuge seiner Strafverfolgung 1950 und 1953 in der DDR entstanden sind, als man ihm Schiebergeschäfte vorwarf. Überliefert ist auch eine West-Berliner Tageszeitung, die ihn als "König der Unterwelt" bezeichnete. Bestandteil der Sammlung sind auch Dokumente zu seiner finanziellen Entschädigung in den 1950er und 1960er Jahren. Die Fotografien datieren teils aus Steinfelds Jugend im polnischen Deblin, aber auch aus der Nachkriegszeit in Dresden und Berlin. Sie zeigen u. a. einen Sederabend und eine Purimfeier in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Zu Steinfelds NS-Zwangsarbeit am Flughafen Deblin ist eine Erkennungsmarke überliefert.

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