Porträt Alfred Silberstein (1927-2009) auf einer hebräischen Neujahrsgrußkarte

2000_79_9
2000/79/9
Fotografische Sammlung
Fotografie (s/w)
Fotografie (Reproduktion)
Berlin 20. September 1947
6 × 10,2 cm
M. (hs. mit Kugelschreiber): "Berlin 20-9-47 / Fred Silberstein"
Schenkung von Alfred Silberstein
Fotografie (farbig), Querformat.

Die Aufnahme zeigt eine Postkarte. Die linke Bildhälfte wird von einem herzförmigen Rahmen dominiert, der oben von einem Lorbeerzweig bekrönt wird. In dem Herz ist ein Brustbild Alfred Silbersteins (1927–2009) eingesetzt. Unterhalb des Herzrahmens sind zwei sich schüttelnde Hände dargestellt, die von einem Spruchband umgeben sind. Das Spruchband trägt die hebräische Inschrift: "להתראות בארץ ישראל" ("Le-hitraot be-Erez Jisrael" = „Auf Wiedersehen im Land Israel").

Die rechte Bildhälfte zeigt die Darstellung eines Dampfschiffes auf bewegter See, das die Hoffnung auf Auswanderung nach Erez Israel versinnbildlicht. Darunter befindet sich ein gerahmtes Schild mit der hebräischen Inschrift:
"גמר חתימה טובה" ("Gmar chatima towa") [traditioneller Gruß zum Jom Kippur, dem Versöhnungstag].
Darunter folgt in englischer und hebräischer Schrift: „A happy New Year / תש״ח / Berlin 1947–48". Die hebräische Jahreszahl תש״ח entspricht dem Jahr 5708 des jüdischen Kalenders.
Die Karte entstand in der Nachkriegszeit in Berlin, als viele jüdische Überlebende auf ihre Auswanderung nach britischem Mandatsgebiet Palästina warteten. Alfred Silberstein konnte erst im November 1948, also mehr als ein Jahr nach Entstehung der Karte, nach Neuseeland auswandern.

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