Sammlung Adolf Wolffsky

Konvolut/0290
Familiensammlung
Berlin, Theresienstadt, Australien ca. 1919 - 1993
Schenkung von Jon Wolffsky
Die Sammlung enthält Dokumente und Fotografien zu dem aus Berlin stammendem Adolf Wolffsky (1898-1975) und weiteren Familienangehörigen. Erhalten sind vor allem Dokumente zu seiner Verfolgung in der NS-Zeit, angefangen von seinem Berufsverbot als Börsenmakler 1933 bis hin zu seiner Tätigkeit in der Verwaltung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland bis 1945. Geschützt durch seine Ehefrau mit christlicher Herkunft war es Wolffsky möglich, bis zur Befreiung in Berlin zu überleben. Erhalten sind auch Papiere, die seine eigenen Emigrationsbemühungen dokumentierten. Die Sammlung enthält auch ein Konvolut von Briefen und Postkarten, das von Bekannten stammt, denen die Emigration aus dem Deutschen Reich glückte und die sich bei Wolffsky für seine Unterstützung bedankten, aber auch von Familienangehörigen und Freunden, die bei ihrer bevorstehenden Deportation einen Abschiedsgruß oder aus verschiedenen Lagern und Ghettos Lebenszeichen schrieben. Einige der überlieferten Dokumente stammen aus der Nachkriegszeit: Sie betreffen die Auswanderung von Familie Wolffsky 1947 nach Australien, von wo aus sie 1952 wieder nach West-Berlin zurückkehrten, sowie Unterlagen zu verschiedenen NS-Prozessen.

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