Zum 8. Brief. Goethe und die neue Kunst. Aus Mappe "Johann Wolfgang von Goethe"

Rosy Lilienfeld geb. Frankfurt a.M. 17.01.1896 gest. Auschwitz 30.09.1942

2016_231_8
2016/231/8
Kunst
Kreide, Bleistift
ca. 1932
36,2 × 25,5 cm (Trägerkarton) Darstellungsmaß: 23,7 × 21,3 cm
r.u. (Bleistift): R. Lilienfeld.
l.u. (auf dem Trägerkarton), (Bleistift): Zum 8. Brief. Goethe und die neue Kunst. r.u. (runde Prägung): SCHUTZMARKE SCHOELLERSHAMMER
Es handelt sich um eine Kreidezeichnung, die auf einen Trägerkarton mit handschriftlichem Titel montiert ist.
Die schwarz-weisse Zeichnung stellt dem Titel nach Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) und ein modernes Kunstwerk dar. Goethe ist im Stil des berühmten Porträts von Joseph Karl Stieler von 1828 gezeichnet. Auf der linken Bildhälfte ist Goethe im Profil als Brustporträt zu sehen. Sein rechter Arm ist am Ellenbogen angewinkelt und seine Handfläche zeigt nach rechts. Er trägt eine Jacke mit Reverskragen und betrachtet ein Bild, das auf Kopfhöhe an einer nicht weiter definierten Wand hängt und über den rechten Bildrand geht. Das Bild ist einen rechteckigen breiten Rahmen gefasst. Das Bild zeigt eine moderne, teils abstrakte Komposition mit der Darstellung eines Ohres, eines Augesm einer Mondes, eines Kerezenhalters mit brennender Kerze und dem Buchstaben "R" sowie weiteren, nicht weiter definierbaren Bildelementen. Unter dem Bild ist ein Nummernschild mit der Nummer "61" zu sehen.
Die zeitliche Diskrepanz in der Darstellung von moderner oder "neuer" Kunst und der historischen Figur von Goethe lässt eine Auseinandersetzung der Künstlerin mit Tradition und Moderne vermuten.
Die Datierung ergibt sich aus dem Zusammenhang des Goethe Jahres 1932 und den "Urgötz" Aufführungen im Rahmen der Freilichtspiele am Römerberg, wie vermutlich in der Zeichnung "Zum 2. Brief. Goethe und Görtz v. Berlichingen" zu sehen.

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