Hawdala-Kompendium
2017/297/0
Silber, getrieben, ziseliert
Nürnberg ca. 1780
21 × 9,3 cm, 0,02 kg (Fußdurchmesser)
Am unteren Rand des Fußes, gepunzt, MZ: "IN[W]" in Wappenkartusche (Rosenberg, III, 4298); BZ: "N" im Kreis (Rosenberg, III 3767); eine weitere in Marke in der Mitte ist unleserlich
Germanisches Nationalmuseum (Hg.), Nürnberger Goldschmiedekunst, 2 Bd., Nürnberg 2007, I/I, S. 460, MZ 991;
Rosenberg, Marc. Der Goldschmiede Merkzeichen, Bd. 3: Deutschland N-Z, S. 263, MZ 4298;
Tebbe, Karin, Ursula Timann und Thomas Eser, Nürnberger Goldschmiedekunst 1541–1868, Bd. I: Meister, Werke, Marken, Verlag des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg, 2007, Nr. 991, S. 460–461.
Dieses Hawdala-Kompendium kombiniert einen beweglichen Kerzenhalter mit einem Gewürzbehälter in Form einer herausziehbaren Schublade.
Das Kompendium steht auf einem runden, leicht gewölbten Fuß, der nach einer Abstufung umlaufend mit einer gedrückten Blattgirlande verziert ist. Darüber folgt ein umlaufendes Band aus leicht schräg gestellten Rippen, das von einem Perlstabfries abgeschlossen wird. Der Fuß zieht sich sodann zusammen und geht nahtlos in einen kurzen, konischen Schaft von ca. 3 cm Höhe über. Auf diesem Schaft sitzt ein flacher, viereckiger Kasten von ca. 1 cm Höhe, der an seiner Vorderseite mit einer herausziehbaren Schublade zur Aufbewahrung von Gewürzen versehen ist.
Aus der Oberseite des Kastens ragen vier senkrecht aufsteigende Stäbe empor, die durch vier Öffnungen einer viereckigen Metallplatte mit unregelmäßigen Kanten geführt werden. Diese Platte ist an den Stäben verschiebbar und trägt in ihrer Mitte einen zylindrischen Kerzenhalter, der sich so in der Höhe verstellen lässt. An ihrem oberen Ende sind die vier Stäbe durch einen quadratischen, nach oben offenen Aufsatz miteinander verbunden.
Das Hawdala-Kompendium wurde laut Meisterzeichen von dem Nürnberger Silberschmied Johann Nicolaus Wollenberg (1759–1804) angefertigt. Wollenberg fertigte auch weitere jüdische Zeremonialobjekte. Ein von ihm angefertigtes Tora-Schild befindet sich ebenfalls in den Sammlungen des JMB (Inv.-Nr. 2012/231/0).
Das Kompendium steht auf einem runden, leicht gewölbten Fuß, der nach einer Abstufung umlaufend mit einer gedrückten Blattgirlande verziert ist. Darüber folgt ein umlaufendes Band aus leicht schräg gestellten Rippen, das von einem Perlstabfries abgeschlossen wird. Der Fuß zieht sich sodann zusammen und geht nahtlos in einen kurzen, konischen Schaft von ca. 3 cm Höhe über. Auf diesem Schaft sitzt ein flacher, viereckiger Kasten von ca. 1 cm Höhe, der an seiner Vorderseite mit einer herausziehbaren Schublade zur Aufbewahrung von Gewürzen versehen ist.
Aus der Oberseite des Kastens ragen vier senkrecht aufsteigende Stäbe empor, die durch vier Öffnungen einer viereckigen Metallplatte mit unregelmäßigen Kanten geführt werden. Diese Platte ist an den Stäben verschiebbar und trägt in ihrer Mitte einen zylindrischen Kerzenhalter, der sich so in der Höhe verstellen lässt. An ihrem oberen Ende sind die vier Stäbe durch einen quadratischen, nach oben offenen Aufsatz miteinander verbunden.
Das Hawdala-Kompendium wurde laut Meisterzeichen von dem Nürnberger Silberschmied Johann Nicolaus Wollenberg (1759–1804) angefertigt. Wollenberg fertigte auch weitere jüdische Zeremonialobjekte. Ein von ihm angefertigtes Tora-Schild befindet sich ebenfalls in den Sammlungen des JMB (Inv.-Nr. 2012/231/0).
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