Beschneidungsbesteck in einer Holzschachtel

2018_120_0
2018/120/0
Judaica/Angewandte Kunst
Holz (Laubholz), massiv; Metalle mit metallischem Überzug, Watte; Tinte
Deutschland ca. 1900
Schenkung von Gabriele (Taubenschlag) Kuvin
In der rechteckigen Holzschachtel mit Metall-Schnappverschluss an der Vorderseite befinden sich chirurgische Instrumente, die für die Brit-Mila-Zeremonie benötigt werden: ein Messer, eine Schere und eine Beschneidungsklemme.

Während die Instrumente höchstwahrscheinlich alle in Deutschland hergestellt wurden, deutet der anglisierte Name des Besitzers auf der Unterseite der Schachtel darauf hin, dass dieser das Besteck auch nach seiner Flucht aus Deutschland und seiner Übersiedlung in die USA weiterhin benutzte.

Heinz Hermann Taubenschlag war praktischer Arzt und führte von 1928 bis 1938 rituelle Beschneidungen in Berlin durch. 1938 gelang ihm mit seiner Familie die Emigration über die Niederlande in die USA. Dort änderte er seinen Namen in Henry H. Townsend. Die Initialen „M.D.”, die seinem Namen auf der Schachtel folgen, stehen für „Doctor of Medicine” (Doktor der Medizin) auf Englisch.

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